Mit der Entwicklung junger Fertigungszweige hat die Krauss-Maffei AG, München, ihr klassisches Produktionsprogramm abgerundet. Zwar bringen diese teils mit dem Aufkommen der Petrochemie zusammenhängende Zweige hohe Anlaufkosten, die das Ertragsbild ebenso beeinflussen wie die lange Durchlaufzeit großer Aufträge. Gleichwohl werden 9 (8) vH Dividende auf 13 Mill. DM Grundkapital gezahlt, dessen Mehrheit bei der Buderus’schen Eisenwerke, Wetzlar, liegt. Außerdem gelang dem Unternehmen ein Einbruch am US-Markt mit der Lieferung der größten Diesel-Lok der Welt, einer dieselhydraulischen 4000 PS-Maschine. Im Lokomotivenbau, wo die Bundesbahnaufträge die Grundauslastung bilden, erschwerten Preisunterbietungen und besonders günstige Finanzierungsangebote ausländischer Konkurrenten den Export. Auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik, die im laufenden Jahr den größten Umsatz aller Fertigungszweige bringen dürfte, wird eine Großanlage nach Ägypten geliefert. Im allgemeinen Maschinenbau befriedigte der Umsatz bei gestiegenem Auftragsbestand trotz des nachlassenden Auftragseinganges auf Walzwerkseinrichtungen. Dagegen war der Ertrag bei Kunststoffverarbeitungsmaschinen noch nicht befriedigend.

Im laufenden Jahr, wo der Exportanteil auf 30 bis 35 (i. V. 20) vH des Umsatzes anwachsen dürfte, hat der Auftragszuwachs besonders auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik, der Kunststoffverarbeitungsmaschinen und für Erzeugnisse des Schwermaschinenbaues angehalten. Zwar wird eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr erwartet, doch werde die Ertragslage von Lohnerhöhungen sowie vermehrten Aufwendungen durch Fluktuation von Arbeitskräften und Produktionsverlagerungen ungünstig beeinflußt werden.