Hamburger Werft Blohm & Voss AG erhöhte Kapital

Die Hamburger Werft Blohm & Voss AG konnte ihren Wiederaufbau nach dem Kriege erst sehr spät beginnen. Sie war vollständig demontiert worden, und für sie bestand lange Zeit das Verbot der englischen Besatzungsmacht, einen Werftbetrieb wieder zu errichten. Der späte Start zeigt jetzt seine Auswirkungen. In Zeiten des Schiffbaubooms war das Unternehmen kaum betriebsfertig; es fehlte ihm die Möglichkeit, sich ein ausreichendes Auftragspolster zu sichern. Infolgedessen machte sich die Schiffbauflaute in vergangenen Jahr in rückläufigen Ablieferungen bemerkbar. Um den Belegschaftsstand nicht weiter zu gefährden, wurden Aufträge hereingenommen, die von der Verwaltung als finanziell unbefriedigend bezeichnet werden. In letzter Zeit hat sich der Arbeitsanfall wieder erhöht. Es bereitet aber Schwierigkeiten, die Belegschaft wieder aufzufüllen. Branchefremde ausländische Arbeitskräfte mußten deshalb eingestellt werden. Für 1959 wird eine Dividende von 7 vH ausgeschüttet (im Vorjahr 5 vH und 3 vH Bonus). Die rückläufige Ausschüttung ist der Geschäftslage angemessen. Das Grundkapital wurde um drei auf 20 Mill. DM erhöht. Die neuen Aktien sind von Phoenix-Rheinrohr übernommen worden. Damt verfügt der Düsseldorfer Konzern über die Hälfie des Grundkapitals von Blohm & Voss. Vor dem Krieg war das Hamburger Unternehmen eine reine Familiengesellschaft. –dt