Der in diesen Tagen vor vier Jahren neugegründete UFA-Konzern ist – was seine Väter weder wußten noch ahnten – nicht gerade unter dem glücklichsten Stern geboren worden. Das Vordringen des Fernsehens und andere Faktoren haben die einst gern als "Traumfabrikanten" gerühmten Filmproduzenten vor Probleme gestellt, wie sie früheren Managern des "Unterhaltungsmarktes" unbekannt waren. Die deutsche Filmwirtschaft, an ihrer Spitze die neue UFA als größter Repräsentant, befindet sich nicht erst seit der Fertigstellung der Bilanzen für 1959 in einer "Durststrecke".

Schon das Gründungsjahr 1956 der neuen UFA war der Beginn einer allgemein rückläufigen Entwicklung, die weiter anhält und deren Ende noch nicht abzusehen ist.

In nüchternen Bilanzzahlen ausgedrückt, besagt dies für die beiden tragenden Säulen der UFA, die Universum-Film AG, Berlin, und die UFA-Theater AG, Düsseldorf: Im Geschäftsjahr 1959 (31.12.) belief sich der Gesamtumsatz des Konzerns auf rund 100 (i. V. rd. 101,5) Mill. DM. Darin sind die Umsätze der Verleihgesellschaft mit der UFA-Wochenschau und mit Agenturfirmen nur so weit enthalten, als dem gesamten Unternehmen Provisionen verblieben sind. Von der Summe entfielen rd. 40,5 (30,9) Mill. DM auf die produzierende Universum-Film AG, Berlin, 25,3 (28,3) Mill. DM auf die UFA-Filmverleihtheater AG, Düsseldorf, und 34,2 (42,3) Mill. DM auf die UFA-Filmverleih GmbH, München, eine Tochter der Produktionsgesellschaft Bei unverändertem AK der Universum-Film von 10,5 Mill. DM und der Theatergesellschaft von 8,0 Mill. DM weist die konsolidierte Bilanz des Gesamtunternehmens nach der Aufrechnung der Wertberichtigungen und des Reinverlustes von 5,4 (0,37) Mill. DM ein Volumen von 65,2 (63,5) Mill. DM aus. Der Verlust verteilt sich auf die Universum-Film mit rd. 3,1 (0,21) Mill. DM und auf die Theater-AG mit 2,3 (0,16) Mill. DM. Waren 1958 für den Verlustausweis noch ausschließlich steuerliche Gründe maßgebend, so handelt es sich im Berichtsjahr eindeutig um ein echtes betriebswirtschaftliches Defizit. G. G.

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Bei der Isar Lebensversicherungs-AG (München) hat 1959 der Versicherungsbestand um 16,3 vH auf 517,3 Mill. DM zugenommen; er hat im Mai dieses Jahres 550 Mill. erreicht. Die Prämieneinnahmen im Berichtsjahr stiegen von 12,9 vH auf 18,5 Mill. DM. Die Vermögenserträge sind (in Mill. DM) von 3,66 auf 4,04 gewachsen; andererseits nahmen die Versicherungsleistungen auf 5,39 (443) zu. Es wurden wieder 10 vH Dividende ausgeschüttet. Der Gesamtüberschuß betrug 3,62 (3,47); an die Rückstellung für Beitragsrückerstattung sind insgesamt 3,53 (3,38) gegangen. Der Vermögensbestand betrug 69,56 (61,49). Der Durchschnittszinssatz aus Vermögensanlagen – ohne Ausgleichsforderungen – ermäßigte sich auf 7,10 vH.