Wir haben erfahren, daß... der Geist nichts gegen das Schwert vermag, daß aber der mit dem Schwert vereinte Geist stets Sieger bleib über das um seiner selbst willen gezogene Schwert. Albert Camus

Robinson 1960

Um zu erproben, ob der moderne zivilisiert! Mensch nach einem Atomkrieg überhaupt imstande wäre, unter primitivsten Verhältnissen sein Leber zu fristen, schickte die San Franziskoer Zeitung Chronicle den Schriftsteller H. R. Boyd mit Frau und Kindern in die kalifornische Wildnis. Etw; vierzig amerikanische Zeitungen druckten Boyd regelmäßige Berichte von seinem Robinsondasein – bis es der Konkurrenz-Zeitung, Examiner, zu bun wurde. Ihre Reporter machten sich auf in die Wild nis und fanden: Streichhölzer, Eierschalen, Kon servendosen, Wassermelonenschalen, Toilettenpa pier und die Juli-Ausgabe von Reader’s Digest. Die Familie Boyd hatte sich, der Atomstrapazen müde längst aus dem Staube gemacht.

Kein elektronischer Roman

Der Düsseldorfer Econ-Verlag bringt im Herbs einen Ingenieur-Roman unter dem Titel "Die Versuchung" heraus, "die Geschichte einer großen Erfindung", wie es in der Verlagsankündigung heißt Der Verfasser ist jemand, der mit der Materie bestens Bescheid wissen dürfte: Norbert Wiener Mathematiker und Begründer der Kybernetik,

Moralisches Leid

In der Glücksspiel- und Scheidungsstadt Reno in amerikanischen Staat Nevada begannen die Dreharbeiten zu Arthur Millers erstem Film "The Mis fits" ("Schädlinge der Gesellschaft"), an dessen Drehbuch er seit 1957 geschrieben hat. Die Hauptrolle spielt seine Frau, Marilyn Monroe. Miller is ziemlich sicher, daß der Film das Placet der amerikanischen Selbstkontrolle nicht erhalten wird: Ei handelt nämlich von zwei Liebenden, die nicht heiraten und trotzdem glücklich sind. "Die Leute vor der Selbstkontrolle", meint Miller, "wollen unbedingt, daß sie leiden. Ich nicht."