Die zum Thyssen-Bornemisza-Interessenbereich (90 vH) gehörende Bremer Vulkan Schiffbau und Maschinenfabrik in Bremen-Vegesack hat im Geschäftsjahr 1959 wieder gut abgeschnitten. Der Umsatz erfuhr bei voller Auslastung der Anlagen eine Steigerung von 151 auf 216 Mill. DM, mithin um 43 vH, und die Erträge wuchsen um etwa 17 vH auf 81,5 Mill. DM. Die Hauptversammlung beschloß entsprechend dem Vorschlag der Verwaltung eine weitere Erhöhung des Aktienkapitals um 13,65 auf 36,4 Mill. DM durch die Ausgabe der Gratisaktien mit Dividendenberechtigung ab 1. Januar 1960. Für das Geschäftsjahr 1959 wurde schließlich noch die vorgeschlagene Dividende von wieder 14 vH beschlossen. Unter Berücksichtigung der im letzten Jahr erteilten Gratisaktien läßt sich eine Effektivverzinsung des alten Aktienkapitals von gut 24 vH errechnen. Die neuen Aktien aus der jetzt beschlossenen Kapitalerhöhung werden im Verhältnis 5 : 3 zu 100 vH angeboten.

Die Werft hat im Berichtsjahr insgesamt zehn Schiffe mit zusammen 113 742 Tragfähigkeitstonnen abgeliefert. Dieses Ergebnis liegt leicht unter dem des Vorjahres. Dabei ist aber zu berücksichtigen, daß im Geschäftsjahr auch das Turbinen-Passagierschiff "Bremen" mit 500tägigem Umbau abgeliefert worden ist, wobei sich die reinen Kosten nach früheren Angaben des Norddeutschen Lloyd sicher auf zumindest 65 Mill. DM gestellt haben dürften. Der Exportanteil am Umsatz betrug unter Ausschluß des "Bremen"-Umbaues 65 vH, gegenüber 70 vH im Jahr vorher. Der gegenwärtige Auftragsbestand von insgesamt 21 Einheiten mit zusammen rund 450 000 Tragfähigkeitstonnen liegt um etwa ein Fünftel unter dem des Vorjahres, eine Folge der Flaute am Weltfrachtenmarkt und somit auch im Schiffbau. Sml