Die Chemische Werke Hüls AG immerhin eine Zuwachsrate von 11 3 (10 6) vH.

Auch damit liegt Hüls zwar immer noch unter dem Durchschnitt der chemischen Industrie, aber im Trend einiger Jahre betrachtet, ändert sich das Bild. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres ist in Hüls wiederum ein steiler Anstieg zu verzeichnen. Die Umsätze von Januar bis Juni 1960 gehen mit 344 86 (283 93) Mill. DM um 21 5 vHüber den vergleichbaren Vorjahrszeitraum hinaus. Weit überdurchschnittliche Zuwachsraten haben die Kunststoffe und Kunststoffhilfsprodukte erreicht, die an der Absatzskala der HülsCheniie einen Anteil von 30 vH erreicht haben. Aber die weitere Expansion des Unternehmens stößt sich bereits an den Grenzen der Kapazität. Daraus ergab sich schon im vergangenen Geschäftsjahr eine zwangsweise Bescheidung auf Teilmärl!ten. Seit Jahren produziert Hüls bei voller Auslastung der Erzeugungskapazitäten, und obwoM die jährlichen Investitionsraten nicht eben klein sind, können sie sich nicht so schnell auswirken, wie es der Markt verlangt. Im vergangenen Geschäftsjahr sind 84 2 (86 5) Mill. DM investiert worden. Damit wurden vor allem neue Liefermöglichkeiten für die am stärksten gefragten Erzeugnisse des Werkes, vor allem auf dem Kunststoffsektor, geschaffen. Im laufenden Jahr wirc, wie die Verwaltung in einer Pressekonferenz mitteilte, die seit der Entflechtung bisher höchst; Summe von 100 Mill. DM verbaut werden. Im Zusammenhang mit dem wachsenden Investitionsaufwand wurde auf die bevorstehende Kapitalerhöung verwiesen, die allerdings keinen allzu großen Zufluß an finanziellen Mitteln ergeben wird. Die noch genehmigte Summe von 30 Mill. DM wird zum 1. Oktober eingefordert und das Hüls Kapital dadurch auf 180 Mill. DM erhöht werden. Die drei Aktionäre — 50 vH des Kapitals liegen bei der Chemieverwaltungs AG, Frankfurt, und je 25 vH bei der bundeseigenen Bergwerksgesellschaft Hibernia AG, Herne, und der Kohleverwertungs GmbH Essen — erhalten die zu pari zur Ausgabe gelangenden jungen Aktien im Verhältnis ihrer bisherigen Beteiligung. Der Vorstand ließ bereits durchblicken, daß sich die Frage einer Kapitalerhöhung sicherlich in absehbarer Zeit erneut steilen werde, aber es lägen noch keine Beschlüsse darüber vor.

Bei dem Bilanzergebnis, das auf die ISprozentige Dividende zugeschnitten ist, muß berücksichtigt werden, daß die Chemische Werke Hüls AG im vergangenen Geschäftsjahr wiederum einen Verlust der Buna Werke GmbH zu übernehmen hatte. Prof. Baumann (Vorstandsvorsitzer) gab den von Hüls übernommenen Verlust des Synthesekautschuk Werkes mit 6 Mill. DM an. Der gleiche Jahrestonnen ausgebaut werden nmn