Obgleich die Ruberoidwerke AG, Hamburg, in, die Gruppe der Baustoff Firmen einzureihen ist, hat die Gesellschaft bislang nur am Rande infolgedessen nicht in der Lage, ihren Aktionären angemessene Dividenden zu zahlen. Dachpappe ist das Hauptprodukt des Unternehmens — und die Dachpappenkapazität ist übersetzt; es wird daran nicht auskömmlich verdient. Seit einiger Zeit hat man andere Produkte in das Fertigungsprogramm aufgenommen. Nach einiger Anlaufzeit ist ihre Entwicklung erfolgversprechend. Die Nettoumsätze stiegen 1959 um 16 9 (10 2) vH auf 22 8 Mill. DM.

Das bessere Geschäft hat die Verwaltung zu weiteren Investitionsplänen angeregt, die neues Kapital erfordern. Der langfristige Kredit von Ruberoid ist bereits voll in Anspruch genommen; es blieb nur der Weg, eine Kapitalerhöhung und die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen zu beantragen. Mit dieser Absicht stießen sie auf den Widerstand einer namhaften Aktionärsgruppe, die auf der Hauptversammlung rund 0 53 Millionen DM von einem Grundkapital von 1 68 Mill. DM hinter sich hatte. Diese nicht im Aufsichtsrat vertretene Gruppe ließ die Verwaltung wissen, daß sie gegen Kapitalerhöhung und WandelSchuldverschreibungen stimmen würde. Das brachte die Gesellschaft in Verlegenheit, denn ihre Vorschläge zur Kapitalerhöhung und zur Ausgabe von sechsprozentigen Wandelschuldverschreibungen, Aus Gründen, die auf der HV nicht debattiert die Verwaltung dann unter Druck ihre Absicht lichen Bezugsrechtes der Aktionäre.

außerdem wollte sie auf die Dividende (für 1959) jedoch allein. K. W.