Politik

Der Prozeß gegen Powers

Am 17. August begann in Moskau der Prozeß gegen den U 2 Piloten Francis Gary Powers. Dabei geht es längst nicht mehr um den Flieg ;er Powers nicht einmal mehr um seine unmittelbaren Auftraggeber.

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Wirtschaft

Am Rande des Bau-Booms

Obgleich die Ruberoidwerke AG, Hamburg, in, die Gruppe der Baustoff Firmen einzureihen ist, hat die Gesellschaft bislang nur am Rande infolgedessen nicht in der Lage, ihren Aktionären angemessene Dividenden zu zahlen.

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DIE ZEIT

Die Heimkehr des verlorenen Sohnes

Die Verhandlungen der vorigen Woche zwischen Bundeskanzler Adenauer und Ministerpräsident Macmillan liefen auf zwei Gleisen: dem politischen, das die Ost-West-Beziehungen zum Gegenstand hatte, und dem ökonomischen, das sich mit den beiden wirtschaftlichen Blöcken EWG und EFTA beschäftigte.

Lumumba contra Hammarskjöld

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen antwortet: Ruhe und Ordnung wiederherzustellen, ohne sich in die innere Angelegenheit des Kongo einzumischen und den Abzug der belgischen Truppen zu ermöglichen.

Der Streit um Jaspers

Thilo Koch hat den Philosophen Karl Jaspers in dessen Haus in Basel für das Fernsehen im März dieses Jahres interviewt. Der dabei aufgenommene Film wurde am 10.

Die Absage aus Peking

Der Orientalistenkongreß in Moskau ging ohne die Chinesen über die Bühne. Eine 500köpfige Delegation aus dem Reich der Mitte war erwartet worden, aber Peking sagte kurzfristig ab.

Todsichere Tips

Vizepräsident der Vereinigten Staaten?" Der Professor für Chirurgie starrte in sein Whiskylas. "Weiß der Kuckuck, weshalb sich die Politiker nach diesem Amt drängeln – es sei denn, sie besäßen geheime Berichte über die ramponierte Gesundheit des Präsidentschaftskandidaten .

Zeitspiegel

Die weiblichen Angehörigen der Ausländerkolonie in Saudi-Arabien kämpfen einen verzweifelten Kampf gegen den Schleier. Ein Dekret der Regierung macht allen westlichen Frauen, die im Lande leben, zur Pflicht, sich gleich ihren arabischen Schwestern von Kopf bis Fuß einzuhüller Und das Gesicht mit einer Schleiermaske zu bedecken, die nur für Augen und Nase öffnunger läßt.

Mr. UN

Während der letzten drei Wochen ist UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld mehr als 40 000 Kilometer geflogen – von Amerika nach Europa, von Europa nach Afrika, von Afrika nach Amerika, von Amerika nach Afrika, von Afrika nach Amerika.

Brückenschlag über den Kanal

Bei den meisten Engländern, deren Meinung politisch ins Gewicht fällt, findet sich heute übereinstimmend diese Auffassung: Auf dem ganzen Gebiet der britischen Außenpolitik gibt es seit Kriegsende nichts, was so abwegig und kurzsichtig gewesen wäre wie die Einstellung einer Reihe von Regierungen gegenüber einer engeren Bindung an den europäischen Kontinent.

Gedämpfter Optimismus in Paris

Mit geradezu britischer Distinguiertheit wird in Frankreich das deutsch-englische Gespräch über de Gaulles Europa-Pläne behandelt.

Wieder eine Antwort

In der letzten Ausgabe der ZEIT hat Willy Brandt auf einen Artikel von Ernst Lemmer geantwortet, worin dieser wiederum einer ZEIT-Beitrag des Berliner Regierenden Bürgermeisters kritisiert hatte.

Art Buchwald:: Leidenschaft am Volant

Kürzlich wurde im Bois de Boulogne, dem größten Park von Paris, ein Mann verhaftet. Grund: "Unmoralisches Verhalten" mit einer Frau (nicht seiner eigenen) in einem winzigen Renault.

Die Frage war ...

Unsere Hausfrauen werden vom 1. September an wieder "richtiges" Seifenpulver kaufen können. (Das wird hoffentlich dazu beitragen, daß die sinnlosen Hamsterkäufe für Seifen aller Art bald nachlassen.

Verteidigung des Obszönen?

Nun schön, Artikel über das Obszöne in Literatur und bildender Kunst – warum eigentlich nicht? Aber dann doch nur solche Artikel, in denen gegen das Obszöne Stellung genommen wird, eindeutig und voller moralischer Entrüstung – nicht etwa Artikel, in denen das Verabscheuungswürdige verharmlost, wohl gar gutgeheißen wird.

Adieu, P.H.!

In Belgien, auf dem Rückweg von einer Dienstreise nach Paris, verunglückte am 19. Juli unser Freund und Mitarbeiter Dr. Paul Hühnerfeld: bis 1957 Feuilletonchef, bis zu seinem Tode Literaturkritiker der ZEIT, Autor der Bücher "Macht und Ohnmacht der Medizin" (1955), "Kleine Geschichte der Medizin" (1956), "Zu Unrecht vergessen" (Anthologie, 1957), "In Sachen Heidegger" (1959) sowie zahlreicher Rundfunkhörspiele, -hörfolgen und Kinderbücher.

Christgeburtsspiel für Salzburger Sommergäste

Mit ihren Opern-Novitäten hatten die Salzburger Festspiele in den letzten Jahren kein Glück. Sowohl Barbers undiskutabel überholte "Vanessa" 1958 wie Erbses geschmacklose "Julietta" 1959 führten zu derartig einmütig bescheinigten Pleiten, daß allgemein die – bis heute nicht beantwortete – Frage aufgeworfen wurde, wer eigentlich für eine solche Werkwahl verantwortlich gezeichnet habe.

Neue Welle Don Giovanni

Es ist eine Don-Giovanni-Welle über Europa hereingebrochen. In Aix, in Hamburg, in München wurde diese zwischen Heiterkeit und Dämonie strahlende Oper Mozarts neueinstudiert, aber natürlich wurde die festliche Inszenierung in Salzburg besonders beachtet und bejubelt.

Wanderer gen Osten

Von der Beunruhigung unserer Öffentlichkeit wegen der nach dem Osten desertierten Bundeswehrangehörigen etwas angesteckt, fragte ich einen Mann, der es eigentlich wissen mußte, was die Bundeswehr eigentlich macht, wenn sie merkt, daß einer aus ihren Reihen getürmt ist.

Zeitmoaik

Ergeben Neugründungen beträchtliche Möglichkeiten, die deutschen Mammutuniversitäten zu entlasten und auf ein erträgliches Maß zu reduzieren Bremen plant die Gründung einer Universität, zu der Staat und Wirtschaft beitragen müßten, auch der Bund und das Land Niedersachsen.

Trommler beim Zaren

Ich selbst hab’ ja nichts erlebt – was mir übrigens gar nichts ausmacht; ich bin nicht Narrs genug, einen Weltreisenden zu beneiden, dazu hab’ ich zuviel im Seydlitz gelesen oder im Großen Brehm.

Mein Gedicht: Aprèslude

Es gibt Verse, die ich früh vernommen habe und die immer wieder einmal auftauchen, plötzlich, unvermutet morgens zwischen Schlaf und Aufwachen, und mir den ganzen Tag im Ohr läuten, den nächsten, den übernächsten auch noch – und solche, die mich dringlich ansprachen, eine gewisse Zeit, und dann entschwanden.

Chinesen, Jazz und Juden

Im Jahre 1776 erhielt der Pariser Verleger Nyon L’Alne ein Paket aus Peking, der Hauptstadt des damals in jeglicher Hinsicht fernen Kaiserreiches China.

Nach dem Jahre Null

Der Verfasser, der an einer Tagung in Hiroshima teilnimmt, einer internationalen Zusammenkunft, deren Gegenstand sogleich unmißverständlich durch den schrecklichen, den schicksalsgeladenen Namen des Tagungsortes gekennzeichnet ist, schreibt seine Erlebnisse, Begegnungen, Gedanken in Tagebuchform nieder.

Revolutions-Romantik

Wie gleich nach dem Kriege, von den westlichen Besatzungsmächten dem Prinzip nach begünstigt und faktisch doch vielfach gehemmt, die deutsche Gewerkschaftsbewegung in neuen organisatorischen Formen wiedererstanden ist, und wie sie dann während einer relativ kurzen Zeit, in ständiger Opposition zu den Faktoren der politischen Macht, die imponierende Zahl von fünf Millionen Mitgliedern erreichen konnte – darüber fehlte es bisher an einer gründlichen und mit dokumentarischem Material belegten Darstellung.

Ein neuer Exportartikel: Consulting Engineers

Ein heller Saal, an den Fenstern ein halbes Dutzend Zeichenbretter; einige Schreibtische, Männer in weißen Kitteln und über allem jeneRuhe, welche die Voraussetzung angespannter geistiger Arbeit ist.

Libyen wird direkter Partner

Vor acht Jahren trat der heutige Gouverneur der Cyrenaika – der großen westlichen Provinz des Vereinigten Königreiches Libyen – sein Amt an.

Zeitraffer

Die Bergwerksgesellschaften des Ruhrreviers haben beim europäischen Gerichtshof Klage gegen Entscheidung der Luxemburger Hohen Behörde über die Ablehnung eines einheitlichen Ruhrkohlenverkaufs erhoben.

Londoner Börse: Keine Aktivität

An der Londoner Börse erwartet man vorerst keine größeren Kurseinbußen. Die Wahrscheinlichkeit, daß die Kreditrestriktionen nicht verstärkt werden, hat die Aktien der Banken und Teilzahlungsinstitute von dem bisher spürbaren Druck befreit.

WEDAG gibt Zusatzaktien

Die Hauptversammlung der Westfalia Dinnendahl Gröppel AG (WEDAG), Bochum, hat den Vorschlag der Verwaltung, das Grundkapital im Verhältnis 3:1 aus Gesellschaftsmitteln von 9,75 auf 13 Mill.

Aus kurz wurde lang

Die Deutsche Genossenschaftskasse ist das Spitzeninstitut des genossenschaftlichen Kreditwesens. Seine Aufgabe ist es, die Liquidität bei den Genossenschaftsbanken und bei deren regionalen Spitzeninstituten; das sind die Zentralkassen, in Ordnung zu halten.

Ein Jahr der Konzernstraffung

Auch in diesem Jahr veröffentlicht die deutsche Unilever-Gruppe wieder einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit der zu ihr gehörenden Firmen, die zum Teil auf dem deutschen Markt eine beherrschende Stellung einnehmen.

Gestreckte Aufträge

Die im Mehrheitsbesitz holländischer Gruppen befindliche Werft Flensburger Schiffsbau-Gesellschaft, Flensburg, hat für 1959 wieder 10 vH Dividende ausgeschüttet.

Das Baugeschäft floriert

Die Philipp Holzmann AG, Frankfurt/Main., ist ein Bauunternehmen von internationalem Ruf; es liegt im vollen Winde einer weltweiten Konjunktur.

Professor Riemecks Meinungsfreiheit

Die Äußerungen von Professor Dr. Eschenburg zum "Fall Riemeck" sind um ein behutsam abwägendes Urteil bemüht, doch bedürfen sie wohl noch einer kritischen Ergänzung.

Politik mit Experimenten

Herr Lemmer erschöpft sich in der Aufzählung angeblicher Illusionen W. Brandts und bestätigt damit den altgewohnten Regierungskurs des "Keine Experimente".

Funk Fernsehen

Zu den schlimmen Erscheinungen unserer Zeit gehört die zunehmende Straffälligkeit von Kindern und Jugendlichen. Jetzt erschrecken wir noch über unerhörte Gewalttätigkeiten, die sie begangen haben, aber deutet nicht schon vieles darauf hin, daß wir vielleicht eines Tages den starken Widerspruch zartes Alter – monströse Verbrechen gar nicht mehr empfinden werden, weil er nach unserer Erfahrung einfach nicht mehr erkennbar sein wird? Schon lange sind die Diskussionen im Gang und dennoch erst am Anfang.

Keine Vergasung in Dachau

Erlauben Sie eine leider nötige kritische Anmerkung zu R. Strobels Beitrag. Strobel hat mit seiner Äußerung gegen den früheren General Unrein gewiß recht.

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