Die Hartmann & Braun AG, Frankfurt/Main, entwickelt und fertigt Regel- und Meßgeräte, ohne die Automatisierung und Rationalisierung nicht möglich sind. Wird in der Wirtschaft investiert, dann hat auch Hartmann & Braun gut zu tun. Im ersten Halbjahr 1959, in dem man es mit Investitionen nicht allzu eilig hatte, ging es daher Hartmann & Braun nicht besonders gut. Der allgemeine Auftrieb im zweiten Halbjahr machte sich dagegen erst in den Herbst- und Wintermonaten bemerkbar. Jedenfalls war die Zuwachsrate 1959 mit 4 vH nicht sonderlich groß; zu Sorgen hat dies aber keinen Anlaß gegeben, denn bei Ende des Jahres lagen die Auftragsbestände schon wieder 10 vH über den Vorjahreszahlen. Sie sind inzwischen weitergewachsen. Teilweise reichen die Lieferzeiten bis in das Jahr 1962 hinein. Immerhin, das in der ersten Hälfte nicht besonders günstige Geschäftsjahr hat keine größeren Rohüberschüsse aufzuweisen, als 1958 erreicht wurden. Es wurde also nicht mehr verdient und so verbleibt es auch bei der Dividende von 11 vH. Das ist sicherlich nicht ungerechtfertigt, an ertragsgebundenen Steuern wurden 1959 mit 1,6 Mill. DM ebenfalls weniger bezahlt als im Jahr zuvor mit 1,8 Mill. DM.

Das laufende Geschäft aber sieht weit besser aus. Die Produktion konnte gesteigert werden. Sorge bereitet die sozialpolitische Entwicklung. Trotz intensiver Rationalisierungsmaßnahmen konnte die letzte Tariferhöhung nicht mehr aufgefangen werden. Die Personalkosten steigen daher schneller als die Umsätze. W. R.