Die Hauptversammlung der Westfalia Dinnendahl Gröppel AG (WEDAG), Bochum, hat den Vorschlag der Verwaltung, das Grundkapital im Verhältnis 3:1 aus Gesellschaftsmitteln von 9,75 auf 13 Mill. DM zu erhöhen, dankend quittiert. Ebenso fand auch die unveränderte Dividende von 12 (12) vH, die bereits auf das berichtigte Kapital ausgezahlt wird, die Zustimmung der Aktionäre. Das ist verständlich; denn auf das alte Kapital bezogen, bedeutet dieser Ausschüttungssatz 16 vH und diesem Dividendensprung steht keineswegs eine entsprechende Ertragssteigerung bei, der WEDAG zur Seite.

Wegen der starken Verflechtung dieses Bergbaulieferanten mit der Entwicklung bei der Kohle kann die anhaltende "Dürre" in der Auftragserteilung des Bergbaus nicht spurlos an der WEDAG vorübergehen. Zwar konnte der Umsatz des Unternehmens mit 81 (81,5) Mill. DM nahezu gehalten werden, aber es mußte eine nicht unerhebliche Einschränkung der Lieferungen an den Steinkohlenbergbau in Kauf genommen werden. Das dennoch günstige Gesamtergebnis spricht für eine wendige Unternehmensführung, die es in kurzer Zeit verstanden hat, die Kohlenkrise in ihrem Bereich zu meistern. Die WEDAG hat sich erfolgreich darum bemüht, auf andere Produktionsgebiete wie zur Beispiel Steine und Erden und die Chemie auszuweichen. Wie der Vorstandsvorsitzer Dr. Wilhelm Fries in der Hauptversammlung mitteilte, ist der Umsatzanteil der Erd- und Mineralaufbereitungsanlagen im Berichtsjahre auf 20 vH –, der Anfang der fünfziger Jahre noch unter 10 vH lag – angestiegen. Ingrid Neumann

Die Kommanditeinlagen des Bankhauses C. G. Trinkau: in Düsseldorf sind um 2,16 Mill. DM auf 12,21 Mill. DM erhöht worden. Wie bei den beiden vorangegangenen Er höhungen um 1,45 auf 7,25 Mill. DM (1958) und um 2,80 auf 10,05 Mill. DM. 1959 sind die Einlagen der persönlich haftenden Gesellschafter K. Forberg, R. Groth und Dr. J. Zahn gleichmäßig heraufgesetzt worden. Damit stellen sie und die früheren Inhaber sowie deren Erben nach wie vor mehr als die Hälfte des Gesamtkapitals, dessen wieder holte Aufstockung auf die kontinuierliche Geschäftsaus Weitung schließen läßt.

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