• MOSKAU – hatte am 30. Juni die drei Westmächte in Noten aufgefordert, "den Versuchen der Bundesregierung, Westberlin für militärische Vorbereitungen zu benutzen, einen Riegel vorzuschieben". (Angeblich wurden Westberliner zur Bundeswehr rekrutiert.)

Antwort der Engländer vom 11. August: Die Sowjets sollten statt "falsche Behauptungen" aufzustellen, lieber die vertragswidrigen Zustände in Ostberlin: (Militarisierung und Einbeziehung in die Zone) beseitigen. Vertraglich sei ein Sonderstatus für Großberlin und nicht für Westberlin ausgemacht.

  • NICOSIA – Mit Tänzen, Gesang und Feuerwerk feierte Zypern seine Unabhängigkeit. Erzbischof Makarios, der erste Präsident der Insel, erklärte, daß Zypern auch in Zukunft eng mit London zusammenarbeiten wolle.

Nach 82jähriger britischer Herrschaft und nach langwierigem Guerillakrieg gegen die Engländer ist eine vernünftige Lösung gefunden worden.

  • NEW YORK – Auf amerikanischen Antrag trat die Abrüstungskommission der UN zusammen. Cabot Lodge forderte eine Wiederaufnahme der vom Ostblock abgebrochenen Zehn-Mächte-Abrüstungsverhandlungen. Wider Erwarten nahmen die Sowjets an der Sitzung teil – zeigten aber den amerikanischen Vorschlägen die kalte Schulter.

Es besteht wenig Aussicht, daß die Genfer Abrüstungsdiplomaten in naher Zukunft wieder zusammentreten werden.

  • SAN JOSE – In der kostarikanischen Hauptstadt begann eine Konferenz der Organisation der amerikanischen Staaten (OAS). Teilnehmer: Die Außenminister von 21 Ländern. Wichtigstes Verhandlungsthema: Der Streit zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten.