Wie aber steht es mit den Souvenirs, die man mitnehmen sollte? Autos, Photoapparate – wer spricht davon. Aber: Bachs Hohe Messe, in der Dresdner Kreuzkirche aufgenommen, oder den Rosenkavalier von Richard Strauß aus der Dresdner Oper. Langspielplatten mit den Stimmen von Thomas Mann und Benn und Gründgens. Wein aus dem Frankenland, vom Rhein, von der Mosel und Lübecker Marzipan, Münchner Bierseidel und den Kuß einer Weinkönigin oder ihrer Stellvertreterin. Den Blick von einer Burg und den Abend beim Dämmerschoppen bei Braunschweiger Bier oder Kulmbacher. Das Gefühl, daß diese Deutschen so recht von Rothenburg ob der Tauber bis Hameln ihre kostbare, verschüttete mittelalterliche Geschichte wieder hervorgekramt haben, um sie den Touristen vorzuweisen wie eine Bitte, ihnen zu glauben, daß sie gute Menschen seien. Man kaufe sich die Regensburger Domspatzen in der Diskothek zu Bonn und eine Posaune, auf der man in den Staaten hervorblasen kann die kostbare, köstliche, teure Zeit in Old Germany, das sich so frisch herausgeputzt hat, als wäre es gerade erst erfunden worden.

Man kann dieses kleine Deutschland rasch wieder verlassen; überall ist die Grenze nahe, und Berlin ist nicht weit, wohin zu fliegen sehr empfohlen werden kann. Der amerikanische Tourist wird dort unter anderem das Berliner Hilton finden und den Potsdamer Platz und die Straße des 17. Juni, Schlösser von höchster Schönheit und die ehemalige Kadettenkaserne in Lichterfelde, in der jetzt die US-Army wohnt. Dort findet er in den Unterhaltungsräumen einen Spruch, in dem es heißt, jeder amerikanische Soldat in Berlin müsse bereit sein, tapfer zu kämpfen, um der USA und Berlins Freiheit mit seinem Leben zu verteidigen, wenn es notwendig ist. Wenn diese Freiheit nur aus Münchner Knödel und Oktoberfest bestehen würde – lohnte es sich dann? Welch ein Duell mit diesem Lande steht dem amerikanischen Touristen bevor, wenn er einreist. Deutschland unterliegt gern, wenn es den Sieger gewinnt.

Pauschal durch Frankreich

Die französischen Eisenbahnen haben eine Anzahl von mehrtägigen Pauschalreisen durch Frankreich ausgearbeitet, die in verschiedenen Orten des Landes beginnen. Zu den Zielen gehören unter anderen die Loire-Schlösser, Normandie und Bretagne, die Pyrenäen und die Côte d’Azur (Deutsches Büro: Frankfurt/M., Mainzer Landstr. 48).