Hilfspflicht liegt sogar vor, wenn ein betrunkener Kraftfahrer sich wieder ans Steuer setzen will. Daran muß der törichte Mitbürger gehindert werden. Natürlich braucht das nicht mit Gewaltanwendung zu geschehen, so daß man sich selbst gefährden würde.

Die Frage der Ersatzansprüche des Helfers in der Not gehört leider immer noch zu den trüben Kapiteln des Rechtswesens. Hier klafft eine bedauerliche Gesetzeslücke, die die Rechtsprechung von Fall zu Fall notdürftig schließt. Danach kann der Helfer Ersatz seiner tatsächlichen Aufwendungen verlangen. Verdienstausfall oder sonstiger Schaden wird nur in Ausnahmefällen gefordert werden können.

Es ist höchste Zeit, daß der Gesetzgeber hier Klarheit schafft und dem Helfer in der Not gesetzlich gewährt, was ihm entsprechend seinem Aufwand zusteht. Manfred Mielke