Wirtschaft

Gebt dem Patienten die freie Wahl

Seit Jahren steigen die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung. Seit Jahren wachsen dementsprechend die Beiträge, die die über 20 Millionen Mitglieder ihren Kassen zahlen müssen.

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DIE ZEIT

Die schlafenden Hunde

Schlafende Hunde habe er geweckt, als er auf seiner Sonntagsrede vor Heimat vertriebenen die Oder-Neiße-Frage anschnitt – dies der Vorwurf, den die Londoner Zeitung „Daily Telegraph“ dem Bundesvizekanzler Professor Erhard machte.

Versäumt der Bundestag seine Chance?

Ob die gegenwärtige Fernsehpolitik der Bundesregierung im Einklang mit dem Grundgesetz steht, ist stark umstritten. Eine Richtung, zu der die Bundesregierung und wohl auch die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gehört, vertritt die Auffassung, daß der Bundespostminister das Recht hat, der von der Bundesregierung privatrechtlich gegründeten Deutschland-Fernsehen G.

Wirbel um Dokumente

Seien Sie äußerst vorsichtig bei allenVerhandlangen mit den Russen“, mahnte Churchill den amerikanischen Präsidenten Truman, der gerade Roosevelts Nachfolge angetreten hatte.

Der Herr im mittelgrauen Anzug

An der Tür steht einfach: Der Leiter. Name oder Dienstgrad werden auch an den vielen anderen Türen dieses nüchternen Kasernenkorridors verschwiegen.

Zeitspiegel

„Wir können heute vor ganz Deutschland zeigen, daß die humanistischen Erziehungsgedanken Goethes, die in der deutschen Gesellschaft seines Zeitalters nicht verwirklicht werden konnten, nun in einer ausgereiften Weise durch unsere sozialistische Umwälzung der Gesellschaft ihre Verwirklichung finden.

Nur für den Hausgebrauch

Es ist schwierig, in diesen beiden Feststellungen keinen Widerspruch zu sehen. „In loyalen Beratungen mit unseren NATO-Partnern“ soll, wie Brandt vorschlägt, das Problem erörtert werden.

Brandt in Aktion

Berlins Regierender Bürgermeister Willy Brandt, auf den die SPD in ihrem Bundestagswahlkampf setzt, hat jene Initiative gezeigt, die seine Parteifreunde von ihm erwarten.

Der alte Preuße aus Bremen

Mancher hätte es nicht zu sagen gewagt, und manchem, der es gesagt hätte, wäre es übelgenommen worden. Wilhelm Kaisen aber, der Bremer Bürgermeister, wurde nicht mißverstanden.

Das Opfer der „152”

Am Montag, dem 29. August, verurteilte das Bezirksgericht in Dresden den 55jährigen Flugzeugingenieur und ehemaligen technischen Direktor des Volkseigenen Betriebs (VEB) Entwicklungsbau Pirna, Manfred Gerlach, zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe wegen Spionage, Schädlingsarbeit und Wirtschaftsverbrechen.

Nun reist er wieder

Pierre Poujade, 40 Jahre und Vater von vier Kindern, startete am 1. September zu einer neuen Tour de France. Auf einer Reise durch alle französischen Provinzen will er Anhänger für seine „Union der französischen Brüderlichkeit“ suchen.

Lumumba will angreifen

Nun droht der kalte Krieg, der zwischen der kongolesischen Zentralregierung und der Provinzregierung von Katanga, zwischen Lumumba und Tschombe tobt sich zu erhitzen.

Schleswig-Holstein: Zuchthengste zu Schlachtpreisen

tionshalle. Und noch einmal „Schiebung!“ Es gab einen kurzen, aber heftigen Wortwechsel, doch dann ging die Auktion weiter, wie sie begonnen hatte: 51 edle Zuchthengste kamen im Rekordtempo unter den Hammer.

Rettet unsere Zwerge!

Gartenzwerge und deren Schirmherren werden gewarnt; nächtliche Diebstähle von Gartenzwergen stehen auf der Tagesordnung. Gartenzwerg sein, heißt gefährlich leben.

Hamburg: LEFA-Erinnerungen an die Wikinger

Hebt man vom „Nachtessen des Tierarztes“ vorsichtig die Verzierung aus frischer, grüner Kresse ab, entfernt sodann nacheinander die rohen Zwiebelscheiben, die dünne, aber große Scheibe Salzfleisch, die Aspikschicht, die Leberpastete und die solide Schicht Butter – so wird man „eine kleine, nicht zu dicke Scheibe dunklen oder hellen Brotes“ entdecken.

Hinter bürgerlichen Klostermauern

Was meine Lebenszeit betrifft, so war ich im Neunzehnten Jahrhundert ein Kind, bis zum Ersten Weltkrieg ein Jüngling, zwischen den Kriegen ein Mann.

Zeitmosaik

Der Journalist unterscheidet sich von anderen Schriftstellern nicht so sehr dadurch, daß er anderes Material bearbeitet, wie dadurch, daß seiner Arbeit andere Motive, nicht weniger anständiger und oft anständigerer Art, zugrunde liegen.

Wer ist Ludwig Marcuse?

Das Begräbnis eines Freundes und die Lektüre von Nachrufen müssen jemanden, der so etwas wissend und leidend miterlebt hat – und wem von uns bliebe das auf die Dauer erspart? – in einem doppelten Vorsatz bestärken: 1.

Keine Saison mehr in Salzburg

Zwei Knalleffekte rahmten die Salzburger Festspiele 1960 ein: die Eröffnung des neuen Festspielhauses und der Rücktritt Karajans.

Mein Gedicht: Keiner weine

Ich kam als Junge von zwölf, dreizehn Jahren, „vom heimatlichen Dorf“, zum erstenmal nach Berlin, allein, vier Stunden mit der Bahn; im Koffer eine harte Wurst und eine Flasche mit Kirschsirup, beides für die ältere Schwester.

Mein Minister

Wissen Sie“, sagte der Minister und blickte mich aus seinen graublauen Augen treuherzig an, „an mir liegt es wirklich nicht, wenn ich immer noch im Amt bin.

Nüchtern wie die Steine

René Char, geboren 1907 in L’Isle-sur-Sorgue (Provence), gilt vielen als der bedeutendste französische Lyriker der Gegenwart.

Im Dunkel der Seele

Als der Franzose Jean Cayrol 1947 seinen Roman „Je vivrai l’amour des autres“ veröffentlichte, nahm die seitdem als „Neuer Roman“ bekanntgewordene und bei manchen Lesern in Verruf gekommene literarische Bewegung zur Rettung einer, wie es scheint, im argen liegenden Kunst ihren Anfang.

Unser Seller-Teller August 1960

Ruhe vor den Herbststürmen, die mit der Frankfurter Buchmesse über uns hereinbrechen werden. Wenig Neues daher im Seller-Teller, der die Verkaufserfolge eines regenreichen Ferienmonats anzeigt – aber das wenige doch recht erfreulich und erstaunlich „anspruchsvoll“: Burckhardts sympathischer, verläßlicher und dazu großartig geschriebener Rechenschaftsbericht über die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges (besprochen in der ZEIT Nr.

Vom Köhrer-Plan zum Kompromiß

Der Köhrer-Plan: Der Geschäftsführer der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung, Dr. Köhrer, ging davon aus, daß 80 Prozent aller Behandlungsfälle Kosten nur bis zu 20 DM verursachen.

Die Lösung des Problems: Selbstbeteiligung ohne Zwang

Indes, das letzte Jahr vor der Bundestagswahl bricht an. Die Regierung steht vor dem Zwang, sich entscheiden zu müssen. Aber alle Formen der Selbstbeteiligung, die bislang vorgeschlagen wurden, haben nicht nur ihre Gegner, sondern auch ihre Probleme.

Zeitraffer

Das zweite Fernsehprogramm stößt auf einen Engpaß. Es ist nicht möglich, alle westdeutschen Geräte bis Januar 1961 für den Empfang des geplanten 2.

Die UFA brachte kein Glück

Die UFA-Gründungsidee wird dem General Ludendorff zugeschrieben. Nach dem Beispiel der Alliierten sollte der deutsche Film in den Dienst der Kriegspropaganda gestellt werden.

Was der Dollar wert ist

In jeder internationalen Statistik über Kaufkraftvergleiche schneiden die USA am besten ab. Der gelernte Arbeiter verdient durchschnittlich pro Stunde Dollar 2,30, was (bei 40 Wochenstunden) einen Lohn von 92 Dollar pro Woche oder rund 400 Dollar pro Monat entspricht.

Der Fiskus ertrinkt beinahe

Die Flut der Staatseinnahmen steigt unaufhaltsam. Mit 13,3 Mrd. DM wurde in den ersten 3 Monaten des laufenden Rechnungsjahres (April bis Juni) am Pegel der Steuereinnahmen eine neue Rekordmarke erreicht; sie liegt um 1,9 Mrd.

Der Leser schreibt...

In „Mehr Liebhaber für Goldmünzen“ (5. August 1960) ist mit Recht der Besitz von Gold als eine der konservativsten Vermögensanlagen bezeichnet.

Börsenreform...

Zur Zeit wird viel von der Notwendigkeit einer Börsenreform gesprochen. Diese Überlegungen sind ein Kind der Hausse, wie überhaupt im Wirtschaftsleben tiefgreifende Reformen meist erst dann gefordert werden, wenn es zu extremen Entwicklungen nach der einen oder anderen Seite hin gekommen ist.

Eisenhandel expandiert wieder

Die Deutscher Eisenhandel AG, Berlin, deren über 20 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in Berlin und im Bundesgebiet 1958 einen leichten Umsatzrückgang von 138,1 auf 136,6 Millionen DM hatten hinnehmen müssen, konnte im Geschäftsjahr 1959 (31.

Feste Tendenz für "teure" Aktien

Der Schweizer Einfuhr-Stop für Auslandskapital kam in den letzten Tagen vornehmlich den deutschen, französischen und italienischen Wertpapiermärkten zugute.

Glanzvolle Philips-Zahlen

Der Veröffentlichung der Philips-Erfolgszahlen für das 1. Halbjahr 1960 war an der Börse ein rascher Anstieg des Kurses der Philips-Aktien vorangegangen.

Ein Rest des Unbehagens bleibt

Eigentlich müßte man den damals entkommenen Mittäter des Bauern Hanselmann – weil er doch auch verbindlich verurteilt worden wäre oder wurde – sofort festnehmen und ordnungsgemäß aufhängen, denn er wurde ja damals in objektiver Hinsicht und nach den damals herrschenden Gesetzen und dem Recht dem Aufhängen anheimgegeben, und dem Recht muß, auch heute, noch Genüge getan werden.

Funk . Fernsehen: Kongo: Des schwarzen Mannes Bürde

Das ehemals belgische Kongogebiet, das durch seinen Premierminister Lumumba und dessen widersprüchliche und verwirrende Handlungen mehr als je „interessant“ geworden ist und mit unsicherem Gefühl beobachtet wird, verlangt noch immer nach dem Wort „Chaos“.

Braucht das Obszöne ein Plädoyer?

Im vergangenen Semester erfuhr ich als Student eines pädagogischen Instituts, wie man bei Kindern in der Behandlung eines Lesestückes, eines Aufsatzes vorgehen sollte: mit Vor- und Nachbereitung.

Vielleicht? Vielleicht...

In der Linken hält sie, den Ellenbogen in die Rechte gelegt, eine lange Zigarettenspitze. Porzellanbleiches Gesicht, blaßrote Lippen, dunkel umrandete Augen, sehr verführerisch; platte Pagenfrisur unter engem, sehr hohem Hut.

Filme der Woche

Kirmes (Bundesrepublik), Der Regisseur Wolfgang Staudte, der wie immer hart zupackt, wagt eine Rückblende auf die Nachkriegstage in einem Eifeldorf, in dem der heutige Bürgermeister damals Ortsgruppenleiter war.

Zu empfehlen

ES GEFÄLLT nicht nur, aber ganz gewiß auch deswegen, weil es erstaunlich und erfreulich zugleich ist, daß so etwas heute noch in Polen veröffentlicht und gelesen werden kann (Karl Dedecius hat diese Aphorismen aus dem Polnischen übertragen, und zwar meisterhaft).

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