Militärisches Ausrüstungsmaterial für im Ausland stationierte amerikanische Streitkräfte soll in Zukunft nach einer Verordnung der US-Regierung möglichst aus den USA bezogen werden. Bisher wurde bei solchen Anschaffungen jeweils das Land der Stationierung begünstigt. Die neue Praxis soll die amerikanische Zahlungsbilanz entlasten. Möglicherweise wird sie auch die deutschen Devisen-Überschüsse um ein weniges reduzieren.

Grundstückkäufe durch Ausländer sollen nach einer Vorlage der schweizerischen Regierung in Zukunft einer Genehmigungspflicht unterworfen werden. Der Beschluß ist noch nicht gefaßt, soll jedoch rückwirkend auf Anfang Oktober 1960 in Kraft treten. Ausländer, die heute Land in der Schweiz kaufen, müssen daher damit rechnen, daß die Genehmigung dazu verweigert werden wird.

Zum erstenmal seit 1948 haben die Währungsreserven der Notenbank in der vergangenen Woche den Stand von 50 Mrd. DM überschritten. In der letzten Septemberwoche wurde ein Reservenbestand von 30,4 Mrd. DM erreicht.

Über einen Gesetzentwurf gegen den Betriebs- und Belegschaftshandel wird voraussichtlich im November abschließend beraten werden. Das Bundeswirtschaftsministerium hat jedoch verfassungsrechtliche, die Länder haben verwaltungstechnische Bedenken angemeldet.

Die beiden französischen Erdöl-Forschungs-Unternehmen "Safrep" und "Francarep" haben ein Abkommen mit der Preussag und der Wintershall AG über Öl- und Erdgassuche in der Sahara getroffen.

Kleine Zollsünder und Gelegenheitsschmuggler gehen besseren Zeiten entgegen, wenn der vom Kabinett verabschiedete Entwurf eines neuen deutschen Zollgesetzes rechtskräftig wird. Bei "Schmuggelfällen mit Bagatellcharakter" 11 soll keine Strafverfolgung mehr stattfinden; der Zollbeamte soll – wenn er Sünder erwischt – bei "Deliktbeträgen" unter 200 DM nach eigenem Ermessen höchstens eine Verdoppelung des Zollbetrags verfügen können.