Das soeben erschienene Jahrbuch des Deutschen Bergbaus 1960 (Verlag Glückauf GmbH, Herausgeber Ministerialrat a. D. Wolfgang Raack, Bergass. a. D. Paul Schorn, Bergass. a. D. Emil Schröter; geb. 26 DM) gibt zum erstenmal einen vollständigen Überblick über die Auswirkungen des Umwandlungsgesetzes, über die Betriebskonzentration und die technischen und wirtschaftlichen Rationalisierungsmaßnahmen im Steinkohlen-, Braunkohlen- und Erzbergbau. Manche Gesellschaft und Schachtanlage mit wohlbekanntem Namen ist von diesen Maßnahmen betroffen worden. Das Jahrbuch, das in allen diesen Fällen durch Hinweise auf den Verbleib der erloschenen Gesellschaften aufmerksam macht, ist angesichts dieser Veränderungen im Bergbau noch unentbehrlicher geworden für den, der sich in diesem Wirtschaftszweig zurechtfinden will.

Auch die Leitaufsätze der neuen Ausgabe gehen auf die veränderte Situation des deutschen Bergbaus ein. Aus der Feder von Bergwerksdir. a. E. Dr. Dr. h. c. Erich Böhne unterrichtet eine Monographie über den deutschen Eisenerzbergbau. Bedeutende neue Vorkommen sind entdeckt und teilweise bereits erschlossen worden. Der Verfasser ist der Auffassung, daß die heutige Stagnation der Förderung des Eisenerzbergbauskein Strukturproblem darstellt, aber für viele Gruben angesichts der Baisse auf den Weltfrachtenmarkt ein ernstes Preisproblem. – Aufschlußreich ist auch wieder der Bericht über das Bergbaujahr 1959/60, diesmal verfaßt von Dr. Konrad Ebert, Unternehmensverband Ruhrbergbau. In drei großen Abschnitten – der Bergbau im Konjunkturverlauf, der Bergbau in der europäischen Integration und die Entwicklung der einzelnen Bergbauzweige – wird das Bemühen um Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit, auch im Hinblick auf den Gemeinsamen Markt, durchleuchtet. n.