Das nächste Fernsprechbuch wird nicht mehr die vielkritisierten Abkürzungen aufweisen – die Nachricht wurde sehr begrüßt. Ganz glücklich wird man mit dem Fernsprechbuch jedoch erst sein, wenn es auch wieder die Hilfstafel zur Berechnung der Selbstwählferndienstgebühren enthielte.

Wenn hierüber wenig Klagen lautgeworden sind, so ist das kein Zeichen der Zustimmung. Den Privatmann interessiert es vielleicht nicht so sehr, was seine selbstgewählten Ferngespräche im einzelnen gekostet haben. In der Wirtschaft hingegen müssen viele Gespräche den Geschäftspartnern weiterbelastet werden.

Die Ermittlung der Zahlen war bisher unter Verwendung der Hilfstafel weder schwierig noch zeitraubend, während gegenwärtig die Auseinanderrechnerei mit der Zeittakt-Tafel – je nach Umfang des Betriebes – eine umständliche und zeitraubende Angelegenheit geworden ist. Die damit betrauten Angestellten oder auch die kleinen Geschäftsleute, die ihre Büroarbeiten allein erledigen, haben offenbar weder Lust noch Zeit, die Post auf diesen Mangel aufmerksam zu machen. Auf einige schüchterne Anfragen wurde weder das Fehlen der Hilfstafel begründet, noch ihr Wiedererscheinen in Aussicht gestellt.

Vielleicht bewegt der Gedanke an die viele verlorene Arbeitszeit die einschlägige Postkundschaft aber nun doch dazu, rechtzeitig und nachdrücklich den Eindruck der Hilfstafel ins nächste Fernsprechbuch zu wünschen. Diese könnte ja, wie die "Karte der Geltungsbereiche", vor Umtausch des jeweils alten Buches herausgetrennt und mehrere Jahre lang benutzt werden. C. P.