Die ersten Wörter, die der afrikanische Student in kyrillischen Buchstaben an die russische Wandtafel schreiben konnte, hießen „Togo-Moskau-Frieden“ (Bild links oben). Die Szene zeigt deutlich genug, worum es den Sowjets mit der jüngst in Moskau gegründeten „Universität der Völkerfreundschaft“ (siehe ZEIT, Nr. 42) geht. Der politische Charakter dieses Bildungsinstituts, an dem einmal 3000 bis 4000 Afrikaner, Asiaten und Südamerikaner studieren sollen, wurde nicht einmal bei der offiziellen Eröffnung verschwiegen. Ausgewählt werden die Bewerber von den sowjetischen Protektoren. Anreise, Studium und ärztliche Behandlung kosten nichts, jeder Student erhält ein Stipendium. Die 900 jungen Leute, die zur Zeit immatrikuliert sind, versuchen gerade, sich einzuleben. Sie lernen Russisch (Bild rechts oben: Prüfung der Aussprache), und wo es mit der Verständigung noch hapert, behilft man sich mit der Zeichensprache (rechts: in der Mensa). Den klimatischen Wechsel versuchen sich die hitzegewohnten Afrikaner mit Pelzmützen (links) zu erleichtern. Aufn.: dpa