Wirtschaft

Butterpreise...

Mübersehen, daß er nicht nur Bundesminister für die Landwirtschaft, sondern zugleich auch für die Ernährung und damit auch für die Verbraucher ist.

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DIE ZEIT

Mit vollen Salven

Mit der robusten Geschicklichkeit des erfahrenen Taktikers hat der Bundeskanzler drei Tage vor Beginn des SPD-Parteitages eine Reihe von Fragen an die Sozialdemokraten gerichtet, mit denen er sie in Verlegenheit, vielleicht sogar in innere Schwierigkeiten zu bringen hoffte.

Strohwitwer-Army

Eigentlich wollte er ja als Friedenspräsident in die Geschichte eingehen, aber nun hat Dwight D. Eisenhower seinen Ehrgeiz auf das Etikett des Sparpräsidenten zurückschrauben müssen.

UN und Kongo

Nun ist also Kasavubu in New York von dem zuständigen Ausschuß der UN als der legitime Vertreter seines Landes anerkannt worden.

Mehr Angst als Freiheitsliebe?

Es ist ein oder zwei Jahre her, da kam aus der Zone eine „Delegation“ zum Bürgermeister eines Ortes im westdeutschen Zonengrenzgebiet gereist.

Nur Geld?

Marx glaubte und prophezeite, in der kapitalistischen Gesellschaft würden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden.

Primas, Partei und Produktion

Einen harten Schlag versetzte die Gomulka-Regierung der katholischen Kirche Polens mit der Verordnung, die ab sofort zwei hohe kirchliche Feiertage zu Arbeitstagen degradiert: den Dreikönigstag (6.

Fernseh-Boykott

In Frankfurt haben am 19. November 21 deutsche Schriftsteller und Dichter eine Erklärung unterzeichnet, nach der sie jede Mitarbeit am Programm des „Deutschland-Fernsehen“ verweigern.

Der widerspenstige Marschall Juin

Wenn die Académie Française tagt, sitzen zwei „Unsterbliche“ nicht weit voneinander: Alphonse Pierre Juin‚ der Marschall von Frankreich, und François Mauriac, der Dichter und Nobelpreisträger.

Zeitspiegel

Der neue Bundesvertriebenenminister erhielt kürzlich ein Schreiben mit folgender Anschrift: „Herr Merkasse für Krigesbeschedigten, Bonn.

Karl Jaspers:: Der Staatsmann Konrad Adenauer

Im September schrieb Professor Karl Jaspers in der ZEIT eine Reihe von Artikeln zum Thema „Freiheit und Wiedervereinigung“. Er hat inzwischen diese Serie zu einer Broschüre erweitert, die unter dem gleichen Titel jetzt bei Piper in München erscheint.

Recht auf Unfreiheit

Aus gutem Grund hat die kommunistische Berliner Zeitung jene „Westberliner Arbeiter und Mitglieder des DGB“ in der Anonymität gelassen, die behauptet haben sollen, der Entwurf des neuen, jüngst veröffentlichten Arbeitsgesetzbuches für die Sowjetzone sei „ein Lehrbuch für die ganze deutsche Arbeiterklasse und ihre Gewerkschaften“, und „noch nie“ hätten die Arbeiter und die Gewerkschaften „solche entscheidenden Rechte wie heute in der DDR“ gehabt.

„Den Mond soll der Teufel holen!“

In der Sowjetunion erzählen sich die Menschen derzeit die Geschichte vom Agitatoren Petrow. Petrows Beruf ist es, an Hand des periodisch erscheinenden „Notizbuch des Agitators“ Versammlungen abzuhalten.

Was der Steuerzahler leistet

Der edle Wettstreit im Lamentieren über hohe und höchste Steuern ist mit dieser Tabelle endlich entschieden worden. Sie wurde von der Londoner Financial Times auf Grund von OEEC-Material angefertigt und gibt zum erstenmal eine eindeutige Antwort auf die Frage: In welchem Land muß der Bürger am meisten bluten? In dieser Darstellung sind nicht nur die Steuern berücksichtigt worden, sondern auch die obligatorischen Soziallasten.

Der Prinz und der Kontinent

Prinz Philip knüpfte in seiner vor der deutschenglischen Gesellschaft in London an jene Ansprache an, in der Königin Elizabeth vor zwei Jahren beim Staatsbesuch von Präsident Heuss mit viel Mut für eine deutsch – englische Versöhnung eingetreten war.

„Der General mag mich nicht“

Wenig hätte gefehlt, und Frankreich würde sich mit Abscheu abgewendet haben von dem Volksaufwiegler, Landes- und Hochverräter Pierre Lagaillarde.

Meine Freunde, die Kommunisten

Was Robert Neumann von seinen „Freunden, den Kommunisten“ unterscheidet, ist, daß er Humor besitzt, sie nicht. Die kommunistische Humorlosigkeit ist prinzipiell.

Das Wohn-Büro

Über das Zuhause ist nichts weiter zu sagen, es ist nicht der Rede wert. Wie sehr der Aktionsradius des Autos die häuslichen Möglichkeiten in den Schatten stellt, wird dadurch hinlänglich beleuchtet, daß ich schon nicht weiß, ob das künstliche Lagerfeuer fürs Camping mit Sechs-Volt-Birne und Rauchpatrone eigentlich ein Witz oder schon Wirklichkeit ist.

Bayern: Lebt Herschel Grünspan noch?

Die fünf Schüsse, mit denen der siebzehnjährige Herschel Feibel Grünspan am Morgen des 7. November 1938 im Gebäude der deutschen Gesandtschaft in Paris den Gesandtschaftssekretär Ernst vom Rath tötete, hatten schwerwiegende Folgen.

Hamburg: Parkuhr-Entscheidung

Ein „Freund und Helfer“, der prüfenden Blickes an Parkuhren entlangschreitet und fleißig Notizen macht, ist uns ein wohlvertrautes Bild.

Berlin: Justitia an der Spree

Die Berliner Justizkrise, über die die ZEIT schon in den Nummern 45 und 47 berichtete, zieht immer weitere Kreise. Besorgt über den Krach zu Hause, hat der Regierende Bürgermeister Willy Brandt sogar den SPD-Parteitag für 24 Stunden verlassen – in Richtung Berlin.

Baden-Württemberg: Brot – nur noch fürs Museum

Die Statistiker haben es bewiesen: Fürs tägliche Brot haben die Bürger der Bundesrepublik nicht mehr allzuviel übrig. Im Zeitalter der „Edelfreßwelle“ scheint die Bitte des Vaterunsers nicht mehr ganz aktuell zu sein.

Hessen: Petronius an der Zonengrenze

Vor etwa einem Jahr kamen zwei Filmleute aus Amerika nach Berlin: Budd Schulberg, der Drehbuchschreiber und Romancier, und Elia Kazan, der Regisseur.

Nordrhein-Westfalen: Politik verbeten!

Wir können an Soldatengräbern nicht umhin, nach dem Sinn des Sterbens dieser Männer zu fragen. Sie sind mit all ihren Idealen – Tapferkeit, Ausdauer, Treue, Liebe, Vaterland – mißbraucht worden.

Unfröhliche Frauen

Die Lehren aus einem Wettbewerb und einer Protestaktion junger deutscher Maler in München

Wessen Sünden?

Manchmal haben wir, vornehm und zurückhaltend, wie das unsere Art ist, anzudeuten versucht, daß es nicht immer an der Ministerialbürokratie liegt, wenn nicht genügend Lehrstühle da sind für unsere Studenten; daß es, horribile dictu, vor allem an den philosophischen Fakultäten wohl gar die amtierenden Lehrstuhlinhaber selber sind, die einer Erweiterung des Lehrkörpers nicht immer begeistert zustimmen.

André François-Poncet:

„Wir dürfen von der Überzeugung durchdrungen sein, daß die geplante wirtschaftliche Kooperation die entscheidendste Wandlung des politischen Bildes in Europa gestalten würde.

Gefährliche Freizügigkeit der Schauspieler

Schauspielern, die etwas können oder als etwas gelten, ist es selten so gut gegangen wie heute. Durch die Vervielfältigung der Darstellungsmittel haben sie das Heft wieder in die Hand bekommen, nachdem es eine Weile vom Regisseur geführt worden ist.

Augenblicke der Wahrheit

Eine Freundschaft ohne Wahrheit ist wie ein Fisch ohne Gräten. Freunden – im rechten Moment! – die Wahrheit zu sagen, kann mitunter wesentlich zur Festigung einer Freundschaft beitragen.

Liebe, Haß und Hunger ferngesteuert

Wie muß ein Ereignis eigentlich beschaffen sein, um die Aufmerksamkeit und Anteilnahme der Leute auf sich zu ziehen? Es gibt viele Kriterien, die einer Begebenheit den Rang der „Sensation“ verleihen können.

Elegie der Macht

Beide, das Bundesfamilienministerium wie der Arbeitskreis für Jugendschrifttum, schweigen her zu den schweren Vorwürfen, die wir in der zten Nummer der ZEIT gegen sie erhoben haben, nachdem sie dem jungen französischen Schriftsteller Michel del Castillo den Sonder-Jugendbuchpreis erst zuerkannten und dann aus fadenscheinigen und unzulänglichen Gründen vorenthielten.

Die schönsten Schallplatten

Seit dem Oktober bringt DIE ZEIT Christoph Eckes Schallplattenbesprechungen in erweiterter Form. Dabei sollen, wie schon angekündigt, nach Möglichkeit folgende fünf Rubriken ständig berücksichtigt werden: 1.

... Dichter unten!

Vom 15. bis 18 November fand in der Berliner Kongreßhalle, veranstaltet vom Kulturkreis Berlin, der „6. Internationale Kongreß der Schriftsteller deutscher Sprache“ statt („Stanztechnik oben, Dichter unten“, dirigierte der Pförtner), eine Versammlung von über zweihundert Federführern und Federfuchsern, von denen ein gut Teil offenbar selbst heute noch Schwierigkeiten hat, einen Verleger zu finden.

Mein Gedicht: Des Krieges Ruhm

Ich stieß auf dieses Gedicht Ende der vierziger Jahre, als ich nach Kriegs- und Gefangenschaftszeit versuchte, mir ein Bild von der inzwischen erschienenen Lyrik zu machen.

Unsere kleinbürgerliche Hölle

Der Herbstkatalog eines deutschen Versandhauses – Eine ungewöhnliche, aber nicht unergiebige Rezension

Zeitmosaik

Ganz im Gegensatz zum vorigen Jahr, als André Schwarz-Barts Roman „Der Letzte der Gerechten“ alle anderen Bewerber um Frankreichs höchste literarische Ehrung, den Prix Goncourt, mit großem Abstand ausstach, fiel den zehn Juroren die Entscheidung diesmal sehr schwer.

Am Fernrohr

Wenn man erst einmal über 50 ist, kann man in den frühen Nachmittagsstunden nicht mehr denken, (arbeiten, ja; das schon; das ist ein anderes); so gegen 5 dann – oder, wie es jetzt Mode ist, 17 Uhr: dabei ist es seit 30 Jahren amtlich eingeführt; was sind wir Menschen doch schwerfällig, oder, vornehmer ausgedrückt; ,konservativ’: es ist zum Weinen! – gegen 5 also, durch den vorhergegangenen Maschinenzustand erquickt, wird man wieder leidlich normal.

Das Schlüsselloch

Ach, Teufel noch mal, was wollen Sie nun eigentlich!“ sagte der Mann in der Ecke. Nicht laut, er murmelte es nur, aber seine Gereiztheit war unverkennbar.

Mein Buch des Monats: Gegen die Überschätzung Gerd Gaisers

Zwerge, Irre und Huren, Trunkenbolde und Narren bevölkern die Bühne; die Literatur der Moderne gleicht dem Pandämonium des Hieronymus Bosch; der Roman hat die Ausmaße eines Schreckens-Kabinetts; Caligari guckt durch den Vorhang.

Altbayrisch für alle Deutschen

Auf dem Schererhof, hoch über dem Tegernsee, hat mir der alte Olaf Gulbransson, der nun auch drunten auf dem Friedhof ruht, von ihm erzählt, dem Redakteur und bayrischen Universalgenie, der Reime für den Tagesgebrauch flüchtig und treffend aufs Papier warf und dem Gedichte voller Frömmigkeit und Tiefe gelangen, der Humoresken nach Bedarf schrieb, aber auch Geschichten, die schön bleiben, solange Altbayern mit all der Schönheit seiner Berge und Hügel, Seen, Almen und Wiesen, Wälder, Dörfer und Zwiebeltürme und seines weißblauen Himmels erhalten bleibt.

Töchterchen macht seinen Weg

Wie man sie auch nennt und was sie auch treiben: die eigens für sie hergestellten Mädchenbücher sind immer noch und immer wieder Bücher, die von jungen Mädchen handeln, mehr oder weniger pädagogische Lebenshilfen.

Das große Schielen

Es sind gepflegte Bücher: anständig aufgemacht, bezaubernd illustriert (ein Sonderlob für Heiner Rothfuchs und F. J. Tripp), gut geschrieben.

Die Welt des Tänzers

Die Tanzbücher, die in unserem Jahrhundert von Tänzern geschrieben wurden, sind zumeist Propagandaschriften. Es sind Werke, in denen erst die Besessenheit von einer tänzerischen Auffassung die schriftstellerische Eloquenz hervorruft.

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