Nicht jedes Nachwerfen ist „unzulässig“

DK-Hamburg

Ein „Freund und Helfer“, der prüfenden Blickes an Parkuhren entlangschreitet und fleißig Notizen macht, ist uns ein wohlvertrautes Bild. Sein Gegenbild aber existiert auch, kein offizieller Freund und Helfer zwar, aber einer, der heimlich Groschen in abgelaufene Parkuhren wirft, damit dem Automobilisten die Polizei nicht erst zu „helfen“ braucht.

Nun, sie beide, der mit dem Notizbuch und der stille Wohltäter, werden künftig ein wenig weniger zu tun haben. Und das verdanken sie dem 1. Strafsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts.

Er schlug die Bresche

Noch dankbarer für die Entscheidung des Strafsenats werden aber die Autofahrer selbst sein. Sie dürfen fortan etwas tun, was ihnen bisher verboten war.

Ein Automobilist schlug die Bresche für alle. Er hatte eines Tages in der Springeltwiete in Hamburgs Innenstadt an einer Parkuhr geparkt. Er hatte, da er seine Geschäfte dort in einer halben Stunde abwickeln zu können meinte, nur zehn Pfennig in die Parkuhr gesteckt. „Werktags von 8 – 19 Uhr“, stand an der Parkuhr,