Eigentlich wollte er ja als Friedenspräsident in die Geschichte eingehen, aber nun hat Dwight D. Eisenhower seinen Ehrgeiz auf das Etikett des Sparpräsidenten zurückschrauben müssen. Um das Budget zu balancieren, hat er sein Menetekel an die Wand geschrieben: Ami go home – oder doch jedenfalls: Ladies first.

Von den 484 000 Angehörigen amerikanischer Soldaten in Übersee wohnen fast 200 000 in der Bundesrepublik. Ikes Ladies-go-home-Order hat denn zwischen Bremerhaven und München-Perlach auch allerhand Zähneklappern ausgelöst – übrigens nicht nur bei den Amerikanern, sondern auch bei den vielen Deutschen, die gut an ihnen verdienen. Der wirtschaftliche Sinn der vermeintlichen Sparmaßnahme will allerdings nicht recht einleuchten, denn die Experten rechnen aus, daß die neue Regelung Onkel Sam teurer zu stehen kommen werde als die alte.

Die Moral der Unmoralischen steigt unterdessen. Der Bundesverband Deutscher Nitribitt-Schülerinnen sollte Eisenhower für die Idee der Strohwitwer-Army mit dem Ehrenvorsitz der Vereinigung belohnen. ts