Der Wissenschaftliche Beirat der Fritz-Thyssen-Stiftung, die kürzlich von den Erben Fritz Thyssens mit einem Kapital von nom. DM 100 Millionen August Thyssen-Hütte-Aktien gegründet wurde, ist in Köln zu seiner ersten Sitzung zusammengetreten. Vorsitzender des Beirates ist Pof. Dr. jur. Helmut Coing, Präsident des Wissenschaftsrates: stellvertretender Vorsitzender ist Prof. Dr. jar. Hermann Jahrreiss, Vizepräsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz Dem Beirat gehören weiterhin an: Prof. Dr. phil. Arnold Bergstraesser, Prof. Goetz Briefs, Prof. Dr. phil. Dr. h. c. Adolf Butenandt, Prof. Dr. phil. Alois Dempf, Prof. Dr. phil., Dr. rer. nat. h. c. Ulrich Haberland, Graf Henckel von Donnersmarck, Prof. Dr. phil. Gerhard Hess, Prof. Dr. med. Paul Martini, Prof. Dr. jur., Dr. jur. h. c. Hans Peters, Dr.-Ing. E. h. Reuter, Prof. Dr. phil. Hans Rothfels, Prof. Dr. phil. Wolfgang Schadewaldt, Prof. Dr.-Ing., Dr.-Ing. E. h. Hermann Reinhard Schenck, Prof. Dr. theol., Dr. phil. Helmut Thielicke, Dr. jur., Dr. rer. pol. h, c. Ernst Hellmut Vits, Prof. Dr. phil. Carl Freiherr von Weizsäcker, Prof. Dr. rer. pol. Theodor Wessels.

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Der Aufsichtsrat der Gutehoffnungshütte Aktientverein, Oberhausen, hat den Jahresabschluß zum 30. Juni 1960 festgestellt und sich entschlossen, der HV am 27. Januar, eine unveränderte Dividende von wieder 12 vH anzubieten. Den Aktionären soll gleichzeitig eine – schon seit Jahren erwartete. Kapitalerhöhung von jetzt 83,2 Mill. DM auf 125 Mill. DM vorgeschlagen werden. Die neuen Aktien werden im Verhältnis 2 : 1 zum Kurse von 225 vH ausgegeben und sollen erstmals für das Geschäftsjahr 1961/62 gewinnberechtigt sein.

Für die Badische Anilin- und Soda-Fabrik AG (BASF) Ludwigshafen/Rh., sei die Konkurrenz auf den internationalen Märkten härter geworden, erklärte Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Carl Wurster. Die Chemieeinfuhren in die Bundesrepublik hätten sich erhöht, die Folge seien weitere Preisnachlässe im Umfange von 2 bis 3 vH gegenüber dem Vorjahr. Obwohl sich der Export in den Bahnen des Vorjahres bewegt, sei mit einer Umsatzsteigerung zu rechnen, wobei sich die Umsätze weiter zugunsten der Kunststoffe auswirken. Für das Geschäftsjahr 1960 könne jedenfalls wieder mit einem befriedigenden Ergebnis gerechnet werden. Das zunächst auf 360 Mill. DM bemessene Investitionsvolumen wird sich für das laufende Geschäftsjahr auf rd. 400 Mill. DM erhöhen. Die Zahl der Belegschaftsmitglieder ist allein im Stammwerk Ludwigshafen auf nahezu 46 000 gestiegen.