DK-Bayreuth

Dreihundert Arbeiter und Angestellte waren im Kriege und in den ersten Jahren danach im Bayreuther Zweigwerk einer großen Firma beschäftigt. Sie stellten das her, was damals „Nährmittel“ hieß: Haferflocken. Neunundsechzig Personen beschäftigt das Werk noch heute.

Am 31. Januar wird es geschlossen. Haferflocken sind nicht mehr gefragt, nicht mehr so sehr jedenfalls, daß sich das Zweigwerk noch lohnt.

Zwar ist es bei uns niemals, wie in England, üblich gewesen, zum Frühstück unbedingt Porridge zu essen. Aber den Haferbrei für Kranke und Kinder gab es doch immer. Und mancher, der stark bleiben wollte und kräftig, der fette Speisen nicht mochte und sanft mit seinem Magen umgehen wollte, aß Haferbrei.

Was mögen die Abtrünnigen jetzt essen? Vielleicht was fetter und leckerer ist, vielleicht was nur in die Milch geschüttet und nicht mehr gekocht werden muß? Bestimmt aber, was teurer ist! Die Haferflocken sind sicher zu billig. Und billig ist gar nicht mehr fein.