Mit der Gelassenheit des erfahrenen Mannes sagt L der Spielzeugkaufmann: "Die Leute kaufen beund Qualität verspricht. Er, der sich mit den hriften der italienischen Pädagogin Montessori enso beschäftigt hat wie mit dem Bemühen des Vrbeitsausschusses Gutes Spielzeug" fügt bald darauf hten sind einfach ein bissei staubig geworden Auf tebzig- bis hunderttausend verschiedene Spielzeuge ngeboten werden, zu den sicheren "Bestsellern" gebre, antwortete er zunächst schnell: "Nichts Was Sie kaufen zuallererst immer noch mit braver ßgelmäßigkeit Puppen, Stofftiere, Teddybären, stets äden neben ihresgleichen ohne Supereigenschaften ein ar an den verantwortungsbewußten Spielzeughändilber ist di& Baisse auf diesem Gebiet zuzuschreiben. lie Bundeswehr, doch allmählich "normaler" BeKinder Schießereien immer faszinierend finden, lachen gleichsam einen großen Bogen ums Militär n zu Polizisten, Trappern und Indianern, die Böseichte jagen.

Was Lego ist, wissen mittlerweile alle, die Kinder ersehen, aufeinaridergesteckt werden können — ein piel, das ohne Ende ist und mehr als Stabilbaukästen lle Vorlagen von der Phantasie bald sprengen läßt, ier mischen sich selbst die würdevollsten Väter jenso mit ins Spiel wie seit langem und immer noch rei Jahren in Bewegung gesetzt, hat sich nun in einen eständigen Fluß verwandelt. Die Steine werden als auelemente nachgekauft für Jungen und Mädchen. Starke Konkurrenz sind hier die Montage Spiels Flugzeuge aller Zeiten geastelt werden. Dieses Spielzeug hat nur den Nachteil, aß es, einmal vollendet, oft den Weg von NippesDaß es Sammler gibt, weiß die Verkäuferin am inen wiederum Lastwagen mit spezieller Ausrüstung und die "Oldtimer" von den untersten Ästen des Automobil Stammbaumes. Die elterlichen Vorbehalte, noch mehr davon zu schenken, weil man in der Wohnung nicht mehr weiß, wohin damit, überspielt im rechten Augenblick die Industrie: Von den Nöten modernen städtischen Verkehrs offenbar angeregt, brachten sie Hochgaragen auf den Markt. Sie sind Spielzeug mit Hebebühne und Rampe, aber auch Ruhezentrum im Kinderzimmerverkehr. Das leidige Aufräumen wird attraktiv. Doch ist auch hier die Gefahr groß, daß die Kinder die Welt der Erwachsenen einfach kopieren, statt daß weniger perfekte Imiutionen dem Gestaltungstrieb mehr Gelegenheit lassen. Die Kinder wünschen sich heute schon als Vierjährige nicht "ein Auto", sondern "einen Citroen DS", "einen Porsche mit Hardtop", "einen Opel Rekord mit Olymat". Diese Wichte kennen sich oft besser aus als ihre Eltern. Ein Händler sagte: "Nicht nur, daß die Ansprüche sogar kleiner Kinder an die Technik gestiegen sind, mehr: ihr Verständnis und ihr Wissen wächst schneller als das der Erwachsenen " Darum auch ist technisches Lehfspielzeug heiß begehrt. , Sentimentale Eltern, die den eigenen versunkenen Kinderhimmel für ihre Nachkömmlinge zu restaurieren versuchen und ihnen das gönnen wollen, was ihnen einst vorenthalten war, werden bitter enttäuscht. Nur für einige Dinge ist die alte Leidenschaft geblieben: für Puppenstuben (mit modernstem Mobiliar), für Puppenhaushake (teurer Clou: ein elektrischer Herd, dazu Geschirr nach modernsten Formen) und für (fast ausschließlich elektrische) Eisenbahnen. Sammlern ist hier in diesem Jahr der Anfang leicht gemacht. Eine renommierte Firma bietet einen Kasten für 33 Mark an. Beängstigend freilich ist ein Laster, das auf Bequemlichkeit und Eitelkeit gleichermaßen blüht. Ein Geschäft sah sich genötigt, teure Holzplatten mit fertig montierten Geleisen für 150 bis 1000 Mark feilzubieten. Die Angestellten eines anderen Ladens bringen seit Wochen schon ihre freien Abende bei den Kunden zu, wo sie den Söhnen im Auftrage ihrer Väter das Erregendste vorwegnehmen müssen: Eisenbahnen installieren und sogar Landschaften aus Pappmache; formen. Unterm Weihnachtsbaum soll alles "fertig" sein. Die Eltern lächeln stolz, der Sohn braucht nur mehr auf den Knopf zu drücken. Das Ende des Spielzeugs ist dann bei jenen Apparaturen erreicht, die, wenn sie wirklich von Nutzen wären, schon zu primitiv sind, beispielsweise Magnetophonband Geräte. Sie werden von den Erwachsenen gekauft, die ihre eigenen Gelüste ihren Kindern andichten und später vor Ärger vergehen möchten, weil das "Spielzeug" respektlos mißachtet oder kaputtgemacht wird und der Preis keine Würdigung erfährt. Ein Drittel allen Geldes, das für Spielzeug ausgegeben wird, ist in der Tat zum Fenster hinausgeworfen. Indessen gibt es starken Trost, Vor sechs Jahren durften sich 500 New Yorker Kinder zwei Wochen lang in einem Saale tummeln, wo ihrer einige tausend verschiedene Spielzeuge harrten. Schon nach wenigen Tagen lag das, was sie anfänglich erregt hatte — übertechnische Supererfindungen von verführerischem Aussehen —, in der Ecke. Sie saßen bei simplen Biuklötzen und bei Gesellschaftsspielen. Wer wüßte nicht, daß Kartoffeln, Kohlen, Holzreste in Kinderaugen Attraktionen sein können, die durch das Spiel Leben und Bedeutung gewinnen? Manfred Sack