• BONN – Bundeskanzler Adenauer ist an Grippe und leichter Mandelentzündung erkrankt und mußte daher seine Reise nach Paris absagen. Daraufhin ist die Konferenz der Regierungschefs der EWG-Staaten vertagt worden; sie wird voraussichtlich Mitte Januar stattfinden.

Keine diplomatische Krankheit! Der Kanzler gehorcht seinen Ärzten.

  • BRÜSSEL – Moise Tschombe, der Regierungschef der abgefallenen Kafanga-Provinz, erhielt in Brüssel einen hohen Orden. Er überbrachte dem König als symbolische „Morgengabe“: ein kafangesisches Diamantengeschmeide.

Für die Belgier beglückend und peinlich zugleich. Ghana und Ägypten, die soeben die Beziehungen zu Belgien abgebrochen haben, werden dies als Bestätigung ihrer alten Vorwürfe betrachten.

  • BONN – Die deutsch-sowjetischen Handelsbesprechungen dauern an. Hauptstreitpunkt ist der Einschluß Westberlins in das Vertragswerk.

Wie ein Regierungssprecher mitteilte, besteht keine Verbindung zwischen diesen Verhandlungen und den Interzonenhandelsgesprächen.

  • LONDON – Die Konferenz über die staatsrechtliche Zukunft der Zentralafrikanischen Föderation (Nordrhodesien, Südrhodesien, Njassaland), die 1953 gegen den Willen der betroffenen Afrikaner gegründet wurde, hat mit großer Besetzung begonnen – 75 Teilnehmer, davon 25 Afrikaner.

Sehr fraglich, ob es England gelingt, die Föderation zusammenzuhalten und dann die bisher von den örtlichen Weißen boykottierte Partnerschaft in die Tat umzusetzen.