Der Welt-Marshall-Plan, seine Voraussetzungen und unser Beitrag (II)

Von Fritz Baade

Professor Baade, Leiter des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, hat in der vorigen Nummer geschildert, wieviel Kapital in den Entwicklungsländern bereits versenkt wurde. In der heutigen Fortsetzung vertritt er die Meinung, mit Kapital allein sei nichts gerettet, alles komme darauf an, die in diesen Ländern brachliegende Arbeitskraft zu aktivieren – nur auf diese Weise könne das Sozialprodukt rasch vergrößert werden.

Wenn der Welt-Marshall-Plan für die Entwicklungsländer ein Erfolg werden soll, brauchen wir drei Dinge:

1. Geld, und zwar erschreckend viel Geld,

2. Planung, und zwar eine Planung von höchstem Nutzeffekt,

3. bei uns selbst aber eine höher entwickelte Fähigkeit zur geistigen Hilfe.