Ski-Insel im Hochallgäu

In Balderschwang gibt es noch keine Lifts – Man ist kein „Fremder“

Ich suchte im Kleinen Walsertal nach einem versteckten Skiwinkel. Man ist auch dort schon sehr modern geworden; Lifts gibt es an allen Hängen, und Gondeln führen metallschimmernd zur Höhe. Einige Orte dieses Tales sind weltberühmte Wintersportorte.

Ich fragte nach dem Balderschwanger Tal. Man sagte zögernd, daß die wenigen Häuser, die am Ende des Tales den Ort Balderschwang bilden, den Winter über in einen tiefen Schlaf versinken. Begeisternd klang die Auskunft nicht. Von Oberstaufen, hieß es, müßte man ein kurzes Stück durch Österreich mit dem Bus nach Hittisau fahren und gelange von dort, ebenfalls im Postauto, nach Balderschwang. Dieser kleine Ort ist gegen Norden verkehrstechnisch völlig abgeschnitten, eine „Ski-Insel“, wie ich sie mir wünschte. Sie gehört zur Bundesrepublik.

In Balderschwang gibt es noch keine Lifts, keine Freiluft-Bars, kein mondänes Publikum, sondern Skifahrer, die sich in erster Linie an den vielen Tourenmöglichkeiten erfreuen und abends gemütlich in den Stuben der wenigen Berg-Gasthäuser zusammensitzen. Man ist kein „Fremder“, an dem lediglich verdient werden muß.

Zum wahren „Ski-Genuß“ gehören Hänge, Waldschneisen, Gipfel mit verschiedenen Abfahrtsmöglichkeiten und großer Touren-Auswahl. All dies bieten die Berge, die Balderschwang einschließen: Das Riedberger Horn mit seinen West- und Nord-Abfahrten, das Bleicher Horn mit seinen idealen Westhängen, der Hoch-Schelpen im Süden mit seinem westlichen Nachbarn, dem Feuerstätter Kopf. Im Norden verlocken der Siplinger Kopf, Heiden Kopf und Giren Kopf.

T. H.

Billiger Monat

Ski-Insel im Hochallgäu

In sechzehn Wintersportorten Südtirols stellen zwischen dem 10. Januar und dem 10. Februar 1961 mehrere Hotels, darunter das „Karersee Golf Hotel“, Zimmer zu ermäßigten Preisen zur Verfügung. Anlaß dafür ist das Bemühen des Landesverkehrsamtes Bozen, mit diesem preisgünstiger Experiment mehr Menschen als bisher für den Winterurlaub zu gewinnen. Unter der Devise „Einführung in den Wintersport“ sind Hoteliers, Skiliftinhaber und Skischulen bereit, ihre normalen Preise für einen Monat zu senken. Vollpension wird für 8 bis 12 Mark geboten; Sessellifts können zum halben Preis benutzt werden, Skischulen gewähren drei kostenlose Unterrichtsstunden.

Ausgelöst wurde dieses Entgegenkommen durch die Beobachtung, daß viele Urlauber sich von den Ausgaben für die Wintersportausrüstung abschrecken lassen. Das günstige Preisangebot soll ihnen diese Ausgaben erleichtern und sie mit dem gesundheitsfördernden und energiespendenden Winterklima in klarer Bergluft bekannt machen. Die sechzehn Orte sind Gossensaß, Hafling, Karersee, Jaufenpaß, Luttach, Mitterolang, Oberolang, Niederdorf, Pens (Sarntal), Reschen, Sexten, Kreuzbergpaß, Sulden, Toblach, Welsberg und Welschnofen. Die Zimmer aller Hotels sind mit fließendem kaltem und warmem Wasser versehen und geheizt. Anmeldungen nehmen von sofort an alle Reisebüros und das Landesverkehrsamt Bozen entgegen.

Libanon – Jordanien – Israel

Reisen in die Skigebiete des Libanon werden in diesem Winter zum erstenmal von deutschen Touristen in größerem Umfang gebucht. Es werden zum Beispiel 13tägige Pauschalflug-Reisen angeboten oder neuntägige kombinierte Reisen nach Jordanien–Syrien –Libanon. Zu Weihnachten (20. Dezember bis 1. Januar) und Ostern (27. März bis 8. April) sind begleitete Gruppenreisen nach Jerusalem geplant, mit Aufenthalt in Istanbul und Beirut (Baalbek). Wer allein reist, kann nicht allein schlafen. Einzelzimmer können in Jerusilem nicht reserviert werden. Mindestpreis dieses Fluges ab Hamburg 2083 Mark (DER).

Neue Sprungschanze in Zakopane

In den polnischen Wintersportzentren der Beskiden werde viel zu wenig getan, kritisiert die Zeitung „Dziennik Zachodni“. Die Regierung investiere alle vorhandenen Mittel in Zakopane, wo jetzt wieder eine „luxuriöse“ Sprungschanze mit einem enorm hohen Kostenaufwand errichtet wird, während in den Beskiden nicht einmal Geld für die notwendigsten Investitionen vorhanden sei.