Der amerikanische Sezessionskrieg, jenes literarisch unerschöpfliche historische Ereignis, bildet auch die Kulisse für Corries des Negermädchens Heldentaten –

Mimi Cooper Levy: „Corrie und der Yankee“; Mathias-Grünewald-Verlag, Mainz; 168 S., 6,80 DM.

Sie rettet den Vater und einen verwundeten Yankee, widersteht tapfer der Versuchung, den Krieg als Kinderabenteuer zu betrachten, und geht brav weiter in die Schule. Eine sympathisch und spannend erzählte Geschichte, deren Moral durch die historische Distanz unaufdringlich bleibt. – In

An Rutgers: „Der verschwundene Koffer“; Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg; 159 S., 7,80 DM

geht es um einen Clown, der durch diesen Verlust und mit der Hilfe seines Sohnes Jackie einen Tiefpunkt seines Lebens und seiner Karriere überwindet. Ein Buch, das aufrichtig und klar ein paar jener Entscheidungen darstellt, an denen Kinder und Erwachsene zu sich selbst finden, und dazu munter und dramatisch erzählt ist. – Die Heldin in

Britt Hallquist: „Die Älteste in der Klasse“; Atlantis Verlag, Freiburg/Zürich; 127 S., 7,80 DM

ist eine 69jährige Bäuerin, die sich freiwillig noch einmal auf die Schulbank setzt, den bisherigen Klassenhelden entthront und allerlei komische Situationen und Verwirrungen verursacht. Eine herrlich humorvolle und angeblich wahre Geschichte, deren Autorin auf jeden Fall die Mentalität von Schulkindern gründlich kennt und sie wahrhaftig darstellt. sy