Einen großartigen Maler habe ich kürzlich in Venedig gesehen. Er hieß Tintoretto. – Hans Platschek (gilt als führend in der deutschen Avantgarde).

Ein Schluß und doch keiner

Die „Elegie der Macht“, die Affäre Michel del Castillo, ist zu einem offiziellen Schluß gekommen: Mit fünfwöchiger Verspätung wurde dem jungen französischen Schriftsteller vom deutschen Kulturattaché in Paris am Donerstag der Jugendbuch-Sonderpreis des Familienministeriums übergeben. Da das Ministerium jedoch der Öffentlichkeit jegliche Erklärung zu den wiederholten Vorwürfen schuldig blieb und nichts unternahm, was verhindern könnte, daß anderen Schriftstellern in Zukunft ähnlich mitgespielt wird, können wir die Unkorrektheit und Taktlosigkeit, die man sich hier geleistet hat, nicht so schnell vergessen. Die Angelegenheit bleibt offen, bis der Jugendbuchpreis rehabilitiert ist.

Ein neuer Pasternak

Boris Pasternaks Verwandte in Moskau und in England sammeln Briefe des „Schiwago“-Autors, um sie später einmal zu veröffentlichen. Der S. Fischer Verlag bittet jeden, der im Besitz solcher Briefe ist, sie entweder an den Verlag, Frankfurt am Main, Zeil 65 – 69, oder direkt an Lydia Pasternak-Slater, 20 Park Town, Oxford (England), zu schicken: Original und Photokopien.

Bestsellerautor als Delinquent