Der Ministerrat der EWG gab sein Einverständnis für eine beschleunigte Verwirklichung des Gemeinsamen Marktes auch auf dem Agrarsektor. Am 1. Januar 1961 werden demzufolge nicht nur die Binnenzölle für gewerbliche Waren um weitere 10 vH (auf 30 vH unter, den Ausgangszoll) gesenkt, sondern auch die Binnenzölle für nichtliberalisierte Agrargüter, die um weitere 5 vH (auf 25 vH unter den Ausgangszoll) herabgesetzt werden. Außerdem werden die nationalen Außenzölle um 30 vH dem um 20 vH gesenkten Außenzoll der EWG angenähert.

Seit der Währungsreform sind in der Bundesrepublik rund 5,5 Mill., Wohnungen gebaut worden. Wie die Bausparkassen mitteilten, besteht aber immer noch ein Bedarf von etwa einer Million Wohnungen. Wenn im gleichen Umfange weitergebaut wird wie bisher, dürfte die Wohnungsnot im Jahre 1963 endgültig überwunden sein.

Die amerikanischen Direktinvestitionen in der Bundesrepublik wachsen wesentlich schneller als die Investitionen in irgendeinem anderen Land der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Der deutsche Anteil an den Investitionen der USA im EWG-Raum betrug 1955 28,6 vH, im Jahr 1959 aber schon 36,2 vH. Die gesamten Investitionen der USA in den EWG-Ländern stiegen in den Jahren 1958 und 1959 von 1,9 auf 2,2 Mrd. DM.

Die Belastung des Kleinverkaufspreises mit Verbrauchssteuern beträgt nach einer Aufstellung des Bundeswirtschaftsministeriums bei Zigaretten 55,7 vH, Zigarren 19, Feinschnitt 21,6, Röstkaffee 24,4, Tee 16,6, Zucker 8,2, Salz 30, Trinkbranntwein 42, Schaumwein 17,8, Spielkarten 20, Benzin 39,5, Gasöl 35,3 und Bier 8,8 vH.