FÜR Leser von Kritiken, insbesondere für jeden, der unserer Diskussion um Standort und Methode der Literaturkritik Geschmack abgewinnen konnte –

Günter Blöcker, Friedrich Luft, Will Grohmann, H. H. Stuckenschmidt: „Kritik in unserer Zeit“ – Literatur, Theater, Musik, Bildende Kunst; Kleine Vandenhoeck – Reihe Nr. 100, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen; 79 S., 2,40 DM.

ES ENTHÄLT vier Vorträge zum Thema „Das Wesen der Kritik“, gehalten im Wintersemester 1959/60 an der Hochschule für bildende Künste in Westberlin.

ES GEFÄLLT, weil diese vier Kritiker in vieljähriger Praxis Triumphe und Tücken ihres Handwerks gründlich kennengelernt haben und sich darum nicht in esoterische Theorien der Kritik verlieren; weil sie sich genügend Skepsis gegenüber Sinn, Aufgabe und Wirkungsmöglichkeit journalistischer Kritik zu bewahren wußten; und weil keiner von ihnen zu exklusiven Extremen neigt. Es sind vier sachliche Arbeiten, die sich neben dem, was im Ausland zu diesem Thema geschrieben wurde (von T. S. Eliot zum Beispiel) durchaus nicht schämen müsen. D.E.Z.