Die USA haben es allen amerikanischen Bürgern und amerikanischen Firmen untersagt, Goldbestände oder gegen Goldwährung einlösbare Wertpapiere im Ausland zu deponieren. Das Weisse Haus gab bekannt, daß den Eigentümern eine „angemessene Frist bis zum 1. Juni 1961“ zugestanden werde, um über solche Depots zu verfügen. – Die Verordnung ist eine weitere Maßnahme im Zuge der amerikanischen Bemühungen, dem Gold- und Devisenabfluß aus den USA Einhalt zu gebieten.

Die amerikanischen Goldverlus zu Gunsten ausländischer Bestände haben im vergangenen Jahr 1,7 Mrd. Dollar betragen. Die Dezemberverluste allein hatten einen Wert von 144 Mill. Dollar.

Die deutschen Währungsreserven sind im vergangenen Jahr um 8,1 Mrd. auf 31,56 Mrd. DM gestiegen. Der Bargeldumlauf hat sich im abgelaufenen Jahr um 7,5 vH auf 21,84 Mrd. DM erhöht. Mit dieser Steigerung dürfte er sich im Rahmen der Zunahme des Sozialproduktes gehalten haben.

Die Einberufung einer neuen Bretton-Woods-Konferenz“ zur Lösung der internationalen Währungsprobleme forderte eine Gruppe konservativer Abgeordneter des britischen Unterhauses. Diese Gruppe befürwortete auch die Mitgliedschaft Großbritanniens in der EWG.