Von Wolf gang Ebert

Und wer ist das?“, fragte ich Herrn Puntila, der mir auf einem Rundgang sein Gut zeigte; ich deutete dabei auf einen kräftigen, fast elegant gekleideten jungen Mann, der gerade, ohne uns auch nur einen Blick zu schenken, aus seinem Wagen stieg.

Herr Puntila zögerte ein wenig und sagte dann mit gedämpfter Stimme: „Das ist Herr Knecht, unser Chauffeur und Mädchen für alles. Eine unentbehrliche Kraft. Die ihm näherstehen, dürfen ihn Matti nennen. Unsereiner würde sich so etwas nie erlauben.“

„Bei diesem Herrn Knecht scheint es sich um eine sehr eigenwillige Persönlichkeit zu handeln.“

„Das kann man wohl sagen“, meinte Herr Puntila in einem fast ehrerbietigen Tonfall, „bei Herrn Knecht weiß man nie genau, woran man ist.“

„Das klingt ja alles recht seltsam. Könnte man diesen Herrn womöglich einmal kennenlernen?“ wollte ich wissen.

„Das wird sich vielleicht einrichten lassen“, sagte Herr Puntila, „aber wir sollten einen guten Augenblick abpassen.“