b. k., Berlin

Zur Jugendweihe der Mädchen bietet der „sozialistische Handel“ in Ostberlin und in der Sowjetzone neuerdings Festkleider an, deren Preise zwischen 45 und 130 Mark liegen. Bei einer Modenschau, die in der HO-Gaststätte Plänterwald im Treptower Park veranstaltet wurde, galten als besonders erwähnenswert ein türkisfarbenes Wollkleid mit weißem Faltenrock, ein Modell aus rotem Mischgewebe mit weißem Pikee-Einsatz und ein Festkleid im Hemdblusenstil. Tadelnswert fand das FDJ-Organ „Junge Welt“, daß die „Kollegen der Großhandelsgesellschaft Schuhwaren zur Ergänzung der Jugendweihekleider Schuhe mit Stilettoabsatz empfahlen“.

Der männliche „Jugendweihling“ trägt den Burschenanzug mit Glenscheckmuster, der in den Preislagen zwischen 72 und 130 Mark angeboten wird. Der Schnitt der Anzüge entspricht dem Geschmack der Zeit: „Schmale umschlaglose Hosen sind mit modisch einreihig geknöpften Jacken, die hinten oder seitlich je einen Schlitz aufweisen, ergänzt. Der Festanzug wird mit einem weißen Hemd komplettiert. Dazu kann man nach Belieben eine Schleife oder Krawatte umbinden.“