Das Neunkircher Eisenwerk AG in Neunkirchen/Saar, die zweitgrößte Hütte des Saarlandes, ist gleich den übrigen saarländischen Werken der eisenschaffenden Industrie mit dem Geschäftsergebnis des vergangenen Jahres zufrieden, wenn auch die Ertragslage nicht mehr so günstig war wie seinerzeit im Frankenraum. Freilich, so sagte uns ein Hüttendirektor, müsse man dabei bedenken, daß die Erträge während der Zugehörigkeit zum französischen Wirtschaftsraum ungewöhnlich gut gewesen seien. Nach dem „Tage X“ (6. Juli 1959) sind verschiedene Kostenerhöhungen, vornehmlich bei Kokskohle, den Eisenbahnfrachten und bei Löhnen und Gehältern eingetreten, denen entsprechende Erlössteigerungen nicht gefolgt sind. Nach einer kräftigen Produktionszunahme im letzten Frankenhalbjahr (Januar bis Juni 1959) haben sich in der nachfolgenden Zeit die Zuwachsraten verringert, zum Teil bedingt durch Neubaumaßnahmen, was ebenfalls die Kostenlage negativ beeinflußte. Das je zur Hälfte im Besitz der Eisen- und Hüttenwerke AG und der Gebrüder Stumm in Neunkirchen befindliche Unternehmen produzierte 1960 – 960 332 (i. V. 932 507) t Rohstahl, 701778 (688 181) t Walzeisen und im Homburger Zweigwerk 178140 (179 965) t Röhren und anderes.

Obwohl das Unternehmen in den letzten Jahren relativ hohe Investitionen vorgenommen hat, glaubt man sich gegenüber den übrigen deutschen und lothringischen Werken immer noch fühlbar im Rückstand. Bis Ende 1962 soll unter anderem eine kontinuierliche Draht-Stabstahl-Straße mit einer Monatsproduktion von 20 000 t in Betrieb genommen werden. Ge.