„Es gibt eine substantielle und daher legitime Unverständlichkeit, ebenso, wie es eine bloß leere gibt, die Tiefsinn und Originalität nur vortäuscht. Oft ist es schwer, beide zu unterscheiden, zumal die Deutschen eine besondere Vorliebe für Dunkelheiten und Befrachtung mit Metaphysik haben, dafür aber Leichtigkeit und Spiel bereits für Oberfläche oder für ein Zeichen von schlechtem Charakter halten.“ – Wolfgang Kayser

„Friedenstaube“ als Vorbote?

In Madrid hatte eine Ausstellung von Graphiken Pablo Picassos Erfolg. Es scheint, daß sich neue Beziehungen zu Franco-Spanien anbahnen, mit dem Picasso aus triftigen Gründen verfeindet war.

Ausland nicht gefragt

Obwohl den Stipendiaten, die ein Jahr im Ausland studieren wollen, ein sogenannter Kaufkraftzuschlag gewährt wird, von Förderungszuschlägen ganz abgesehen, haben von 40 000 nach dem „Honnefer-Modell“ unterstützten Studenten nur rund 300 – also nicht einmal ein Prozent – den Sprung „gewagt“. Der Generalsekretär der westdeutschen Rektorenkonferenz, Dr. Jürgen Fischer, sagte letzte Woche in Freiburg, anscheinend empfänden es die deutschen Studenten als ein unnötiges „Wagnis“, ein oder zwei Semester lang eine ausländische Universität zu besuchen. Vermutlich, weil sie jedes Risiko scheuten, um möglichst schnell „fertig“ zu werden. Dr. Fischer befürchtete, daß angesichts dieses mangelnden Interesses die Auslandsbeihilfe in zwei Jahren überhaupt gestrichen werde.

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