Seit langer Zeit den größten Besucherstrom brachte eine eigenartige Ausstellung ins ehrwürdige British Museum: eine reichhaltige Kollektion von Kunstgegenständen, die von Bronzezeit-Schmuck bis zu Renaissance-Gemälden reichte, begeisterte die Beschauer nicht so sehr durch ihre Schönheit, sondern durch das diebische Vergnügen, daß jedes einzelne dieser Stücke von den Spezialisten des Museums für teures Geld als echt erworben war, sich aber über kurz oder lang als geschickte Fälschung herausgestellt hatte. Die Direktion bewies Selbstkritik und Humor – und freute sich des Erfolges. r.g.