In seinem aufsehenerregenden neuen Werk „Liebe und Tod im amerikanischen Roman“ kommt der amerikanische Literaturprofessor Fiedler zu dem überraschenden Schluß, die Romane der großen amerikanischen Autoren von Hawthorne bis Hemingway demonstrierten deren persönliche Unreife in Fragen der Beziehung zwischen den Geschlechtern. Durchgehend zeige sich bei diesen „Männern ohne Frauen“ Furcht vor dem anderen Geschlecht. Nach Fiedler ist die schönste Liebesgeschichte des amerikanischen Romans Melvilles „Moby Dick“. Der Grund: die einzige weibliche Hauptfigur sei – der unbezwungene weiße Wal, dem Kapitän Ahab bis zum eigenen Untergang erfolglos nachstellt. h.