Die Aufwertung ist eine Tatsache – niemand kann den „harten Schlag“ ungeschehen machen. Eine Flut meinungsbildender Kommentare hat sich in die Öffentlichkeit ergossen. Verlautbarungen, Stellungnahmen, Kritiken machten sich Luft in den Gazetten und jeder wirtschaftlich Bewußte in der Bundesrepublik erwartet nun die Folgen der mutigen Aktion. Nachdem wir in unserer letztwöchigen Ausgabe vorweg die allgemeinen und mehr technischen Aspekte der Aufwertung sowie ihre politischen Zusammenhänge darstellten, wollen wir heute den wirtschaftspolitischen Gehalt der Maßnahme – wie er sich jedenfalls durch die Betroffenen formulieren läßt – beleuchten und kommentieren. An einige zwanzig Exponenten derWirtschaft richteten wir die Frage: Welche Folgen hat die Aufwertung für Sie, und was gedenken Sie zu tun? Einige der Antworten, teils knapp, teils recht umfangreich, können wir hier aus Platzgründen nur auszugsweise wiedergeben. Nicht immer darf deshalb eine Antwort als ganz und erschöpfend angesehen werden. Es ging uns in erster Linie ja auch darum, hauptsächlich die Erwartungen und Absichten der verschiedenen Interessengruppen die nächste Zukunft abzutasten und dabei die Aufwertungsstimmung zu „testen“.

+ Deutscher Sparkassen- und

Giroverband e.V.

Dr. h. c. Fritz Butschkau:

„...Die Deutschen, die zweimal des Wertes ihrer Spargroschen verlustig gegangen sind, halten die Stabilität des Geldwertes für die wichtigere wirtschafts- und währungspolitische Forderung (im Gegensatz zur amerikanischen Vollbeschäftigungspolitik).

Die Aufwertungsentscheidung der Bundesregierung zeugt m. E. von der richtigen Einsicht in die psychologische Situation des deutschen Volkes und ist auch ein Ausdruck hohen moralischen Verantwortungsgefühls und Mutes.

Sie fragen mich, wie ich zur Aufwertung siehe: Ich fühle mich entlastet und zufrieden!