"Wir müssen alle mitarbeiten, daß die nun einmal getroffene Entscheidung wirklich den gewünschten Erfolg haben wird, nicht zuletzt im Hinblick auf die schweren Belastungen, die für die Außenwirtschaft mit der Aufwertung verbunden sind. Dazu bedarf es ergänzender Maßnahmen, an deren Fehlen die seinerzeitige schwedische Aufwertung gescheitert ist. Ich denke hierbei nach wie vor an ein immer wieder gefordertes absolut konjunkturbewußtes Verhalten der öffentlichen Hand in Bund, Ländern und Gemeinden. Vor allem ist aber ein verantwortungsvolles Handeln der Sozialpartner vordringlich.

Weiterhin muß alles getan werden, um die starke Unsicherheit auf den internationalen Devisenmärkten zu beseitigen und insbesondere die Gewißneit zu schaffen, daß die 5prozentige Aufwerfung nicht einen ersten Anfang darstellt. Ein guter und baldiger Abschluß der deutsch-amerikanischen Finanzverhandlungen wäre meines Erachtens ein wesentlicher Schritt in dieser Richtung."

– Bundesvereinigung der

– deutschen Arbeitgeberverbände e.V.

Dr. H.-C. Paulssen:

"Wir sind alle von dem Schritt der Bundesregierung überrascht worden. Wir dürfen im Rahmen des internationalen Wettbewerbs auf keinen Fall ein zu teures Land werden. Dashalb müssen wir die betrieblichen Ausgaben in einem vernünftigen und der neuen Lage angepaßten Rahmen halten. Bisher kritisierten die Gewerkschaftsvertreter des Fehlen von Maßnahmen der staatlichen Wirtschafts- und Währungspolitik. Nun hat die staatliche Wirtschaftspolitik eine sehr entscheidende Maßnahme für erfo derlich gehalten. Deshalb bin ich der Auffassung, daß jetzt auch die Lohnpolitik mehr als bisher ihren Beitrag zur Erhaltung der Stabilität der Währung und des durchschnittlichen Preisniveaus leisten muß. Die Bundesvereinigung wird die Frage mit den Vertretern des Deutschen Gewerkschaftsbundes erörtern."

– Deutscher Bauernverband e. V.