– Präsident Edmund Rehwinkel:

"Die Aufwertung kann zur Konjunktur- und Ausfuhrdämpfung schon einiges beitragen. Aber allein reicht das keineswegs aus, um unsere Wirtschoft wieder ins Gleis zu bringen, und der Abbau der Sondervergünstigungen der konjunkturstarken Großunternehmen und Kapitalgesellschaften ist trotzdem das Gebot der Stunde.

Die deutsche Landwirtschaft erwartet, daß durch die Aufwerfung keine Verschlechterung ihrer eigenen Position eintritt, da sie nicht zu den konjunkturerhitzenden Wirtschaftssparten gehört."

– Unternehmensverband Ruhrbergbau:

"Der Steinkohlenbergbau wird infolge einer zu erwartenden Verbilligung von konkurrierenden Import-Energieträgern wie durch die Verteuerung des eigenen Exports hart betroffen. Andererseits hofft er, daß die mit der Aufwertung angestrebte Beruhigung der Entwicklung von Preisen und Löhnen eintritt, die angesichts seiner Arbeitsintensität für ihn von ganz besonderer Bedeutung ist."

– Deutsche Angestelltengewerkschaft:

"Die DAG erwartet, daß durch die Aufwertung der D-Mark keine Verhärtung in der Tarifsituation eintritt. Sie ist der Auffassung, daß die Wirtschaft durchaus die Möglichkeit hat, eventuell erforderlich werdende Preiszugeständnisse aufzufangen Die DAG erwartet weiter, daß die durch die Aufwertung der D-Mark eintretende Verbilligung der Importe sich voll auf die Verbraucherpreise auswirken wird. Die DAG ist jedoch der Auffassung, daß die Aufwertung der D-Mark als langfristige Maßnahme zum Ausgleich der Zahlungsbilanz hätte vermieden werden können, wenn rechtzeitig Maßnahmen zur Importförderung eingeleitet worden wären, beispielsweise durch Senkung bzw. den Wegfall der Importausgleichsteuer."