– Zentralverband

der Elektrotechnischen Industrie e.V.

Dr. Hellmut Trute:

"Wir wissen von verschiedenen exportorientierten Firmen, daß sie von ihren Abnehmern wegen Preisnachlasses stark bedrängt werden. Der Bestand an Auslandsaufträgen liegt schätzungsweise bei 2,5 Mrd. DM. Einen vernünftigen Überblick wird man erst nach sechs Monden haben können, wenn man die Einstellung des Auslandes tendenziell kennt. Die Importverbilligung bringt unserer Industrie fast nichts auf dem Rohstoffgebiet. Bezüglich der importierten Elektrofertigerzeugnisse haben wir festgestellt, daß die Preise unserer ausländischen Konkurrenz bisher im allgemeinen nicht niedriger liegen. Da auf dem Gebiet der elektrotechnischen Konsumgüter durch kürzliche Preissenkung bei Kühlschränken, Fernsehgeräten usw. das Preisniveau relativ niedrig liegt, ist durch Begünstigung der Importe eine preissenkende Wirkung wohl nicht zu erwarten."

– Verband Deutscher Reeder:

"Das internationale Frachtratenniveau wird von den deutschen Währungsmaßnahmen unberührt bleiben, so daß sich die Frachteinnahmen der deutschen Reedereien nunmehr entscheidend verschlechtern müssen. Darüber hinaus wird der Ladungsanfall rückläufig sein. Die seegehenden Exporte werden sich vermindern. Mit einer Erhöhung der seegehenden Importe ist nicht zu rechnen... Die durch die hohe Nachkriegsverschuldung ohnehin schwache Wettbewerbslage der deutschen Reedereien gegenüber ihrer ausländischen Konkurrenz ist jetzt hoffnungslos.

Die deutsche Seeschiffahrt muß sich nunmehr an den Bund wenden mit der Forderung, die ihr entstehenden Verluste auszugleichen,"