– Verband deutscher Schiffswerften e.V.

Dir. Theodor Schecker:

"Die Werftindustrie ist bei ihrem hohen Ausfuhranteil (70 vH des Auftragsvolumens von rund 4 Milliarden DM entfallen auf den Exportschiffbau) besonders empfindlich getroffen. Wenn auch die Mehrzahl der abgeschlossenenVerträge auf D-Mark lauten, müssen die deutschen Werften die Zahlungen ihrer ausländischen Kunden aus moralischer Verpflichtung zum alten DM-Wechselkurs honorieren. Die im Schiffbau üblichen Gewinnspannen lassen eine Übernahme der Aufwertungsverluste nicht zu.

Der deutsche Exportschiffbau ist durch die DM-Aufwerfung gegenüber seinen ausländischen Kunden in eine schwere Vertrauenskrise geraten. Die Absicherung künftiger Währungsverluste, in der wir die unabdingbare Voraussetzung für die Möglichkeiten zum Abschluß neuer Schiffbaukontrakte sehen, bedeutet praktisch, daß die Bundesbank für finanzielle Verpflichtungen aus solchen Kontrakten für die im Schiffbau üblichen Bauzeiten Kursgarantien übernimmt.

Zur Behebung der Erschwerungen der Wettbewerbsfähigkeit an den ausländischen Märkten hat die Werftindustrie in den letzten Jahren wiederholt Wünsche und Vorschläge auf Gleichstellung der Exportförderungsmaßnahmen mit denen der konkurrierenden Schiffbaunationen vorgetragen."