Eine neue Runde von Versöhnungsgesprächen und das Vordringen der Pathet-Lao-Guerillas kennzeichnen die Lage in Laos. Schlüsselfigur im laotischen Schattenspiel ist der geflüchtete, neutralistische Ex-Premier Prinz Souvanna Phouma. Letzte Woche suchte ihn der Oberkommandierende der Regierungstruppen, General Phoumi Nosavan, in seinem kambodschanischen Exil zu Pnom Penh auf und erklärte, er werde sich dem Prinzen für ein Koalitionskabinett zur Verfügung stellen und die Neutralisierung des Landes unter internationaler Aufsicht billigen. Eine Regierungsdelegation aus Vientiane verhandelte am Dienstag mit Souvanna Phouma über dessen Friedensplan. Der Prinz will ihn in Moskau und London selber vertreten. Es besteht allerdings die Gefahr, daß sich die Pathet Lao nach ihren jüngsten Erfolgen – sie hat die einzige Straßenverbindung zwischen Vientiane und Luang Prabang unterbrochen – nicht mehr auf Verhandlungen einläßt. Für diesen Fall hat Kennedy letzte Woche bei einer mehrstündigen Subsbesprechung eindeutige militärische Pläne ausgearbeitet. Sie sollen notfalls verhindern, daß Laos durch die Guerilla-Aktionen dem Ostblock angegliedert wird.S.