Die Pfälzische Hypothekenbank, Ludwigshafen am Rhein, hat im Gegensatz zu vielen anderen Instituten im Geschäftsjahr 1960 (dem 75. der Gesellschaft) darauf verzichtet, 7 prozentige Papiere zu emittieren. Sie blieb das ganze Jahr hindurch beim 6prozentigen Typ. Hiervon wurden insgesamt 71,7 Mill. DM verkauft nach 90,3 Mill. DM im Jahr zuvor. Nach der Statistik der Bank hat sich der Verkauf festverzinslicher Werte an Private verdoppelt. Infolge der angespannten Lage am Rentenmarkt haben sich aber auch hier die Rückflüsse verstärkt. Nachdem die Bank 1959 bereits 13,3 Mill. DM eigene Papiere zurückgenommen hatte (darunter 4,8 Millionen DM hochverzinsliche, die dem Treuhänder endgültig übergeben wurden), nahm sie im vergangenen Jahr zur Kurspflege 14,8 Mill. DM auf, wovon 3,4 Mill. DM hochverzinsliche wieder dem Treuhänder übergeben wurden und 12,4 Millionen DM später wieder verkauft werden konnten. Das Darlehensgeschäft verminderte sich von 87,3 auf 68,1 Mill. DM und lag damit kaum über dem Darlehensüberhang zu Ende 1959.

Diese Stagnation führt die Bank in erster Linie auf die Verzögerungen im Wohnungsbau durch Arbeitskräftemangel und Lieferschwierigkeiten zurück. Die langfristigen Ausleihungen haben sich insgesamt von 466,5 auf 515,4 Mill. DM erhöht. Dem stehen von 488,4 auf 537,5 Mill. DM gestiegene Schuldverschreibungen im Umlauf gegenüber. Da die Umlaufgrenze bei Pfandbriefen nahezu erreicht ist, schlägt die Bank ihren Aktionären eine Kapitalerhöhung um 2,5 auf 12,5 Millionen DM vor. Die jungen Aktien sollen den Aktionären im Verhältnis 4:1 zum Kurs von 200 angeboten werden. Für 1960 sollen die Aktionäre eine von 12 auf 14 vH erhöhte Dividende erhalten. C. D.