Neu

„Pepe“ (USA). Ein sehr langes, doch nicht ermüdendes Filmmärchen mit einem Komiker (dem Mexikaner Cantinflas), dem Schimmel „Don Juan“ und an die dreißig Hollywood-Stars (Frank Sinatra usw.). Der unbekümmert gegen dramaturgische Gesetze verstoßende Film ist eine entzückende Harlekinade mit mexikanischen Festen, Tanz, Musik, Stierkampf, Humor und viel Gefühl.

Fast neu

Der Teufel spielte Balalaika (Bundesrepublik). Man sollte sich durch den irreführenden Titel nicht gleich abschrecken lassen. Hinter dem vordergründigen Geschehen um Flucht, falschen Verdacht und Feme in einem vergessenen sibirischen Kriegsgefangenenlager geht es hier um Anständigkeit, Menschlichkeit und Versöhnung zwischen den Siegern und Besiegten von einst.

Samstagnacht und Sonntagmorgen („Saturday Night and Sunday Morning“, England). Der mehrfach ausgezeichnete Film schildert die gut verdienende Jugend, die ans Ende jeder inhaltlosen Arbeitswoche ein Weekend mit Schnaps, Liebe, Schlägereien setzt. Einen solchen Helden des Wochenendes spielt der fünfundzwanzigjährige, überaus begabte Albert Finney. Der Drehbuchautor Alan Sillitoe schließt die Geschichte mit einem Pseudo-Happy-End.

Rom, offene Stadt („Roma, città aperta“, Italien), Eine italienische Chronik des zivilen Widerstandes gegen die Deutschen, in den letzten Kriegstagen nach der Befreiung Roms gedreht. Es ist der erste „neoveristische Film“ Roberto Rossellinis,

Es begann in Neapel (USA). Clark Gable in einer seiner letzten Rollen mit Sophia Loren, die sich um große Kunst bemüht, und Vittorio de Sica. Neapel ist hier einmal nicht versüßlicht, sondern ironisch als lärmende, geldgierige Touristenfalle geschildert.

Eimer Gantry (USA). Thema dieses Films, der nach dem Roman von Sinclair Lewis gedreht wurde, ist religiöser Opportunismus. Es wird sehr sauber angepackt. Interessanteste Rolle: Burt Lancaster als Impresario des Seelenheils. Er erhielt jetzt für diese Leistung den Preis der New Yorker Auslandspresse.