Als recht gut bezeichnet die Westdeutsche Bodenkreditanstalt (Westboden) in Köln das Ergebnis des Geschäftsjahres 1960. Trotz Kreditrestriktion und schärferem Wettbewerb habe die Ertragslage sich insgesamt günstig gestaltet. Nach Zuführung von 1,8 (3,0) Mill. DM zu den Rücklagen wird der Hauptversammlung am 26. April für 1960 eine abermals um 2 vH erhöhte Dividende, als 16 (14) vH auf 7 Mill. DM Grundkapital vorgeschlagen. An eigenen Mitteln stehen der Bank jetzt 22 (20,2) Mill. DM zur Verfügung.

Von einer Kapitalberichtigung ist im Geschäftsbericht nicht die Rede. In der letzten Hauptversammlung hatte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Ernst Hoppe erklärt, man habe sie vorläufig zurückgestellt.

Die Abnahme bei einigen Ertragspositionen, die sich in dem auf 1,49 (1,96) Mill. DM zurückgegangenen Steueraufwand und in der Verringerung des für Rücklagendotierung und Gewinnverteilung ausgewiesenen Betrages auf zusammen 2,95 (4,01) Mill. DM spiegelt, erklärt die Bank als zeitliche Verschiebung des Ertragsanfalls infolge der Zins- und Kursbewegung am Kapitalmarkt.

Der Umlauf an Hypothekenpfandbriefen ist 1960 auf – in Mill. DM – 326 (291) und von Kommunalschuldverschreibungen auf 76 (68) gestiegen. Andererseits haben die langfristigen Ausleihungen sich auf 389 (354) erhöht, davon 301 (273) Hypotheken und 88 (81) Darlehen. Ausgezahlt wurden im Berichtsjahr Hypotheken und Kommunaldarlehen im Betrage von 47 (51). Den rückläufigen Auszahlungen steht aber mit 55 (49) ein größerer Überhang an verbindlich zugesagten Abschlüssen gegenüber, die in das neue Geschäftsjahr übernommen wurden. V. D.