In der Hauptversammlung der Allgemeine Electrizitäts-Gesellschaft (AEG) in Berlin kam es zu längeren Debatten. Vorstandsvorsitzender Dr. Hans C. Boden stellte u. a. fest, daß insgesamt seit Beginn des Neuaufbaus 0,75 Mrd. DM investiert worden sind, davon wurden 500 Mill. DM aus Abschreibungen finanziert. Boden appellierte an die Regierung, dem Export auch weiterhin die nötige Sorgfalt zu schenken. Er halte die DM-Aufwertung für unglücklich. Nachdem jedoch die Entscheidung gefallen ist, sollte man nicht mehr diskutieren, ob sie richtig sei oder nicht, sondern die Entwicklung abwarten. Wie hoch die Verluste für die AEG sich belaufen werden, könne man jetzt noch nicht sagen. Es hänge von den Verhandlungen mit dem Ausland ab. Zusammenfassend bezeichnete Dr. Boden die Aussichten für die Zukunft als günstig. Bei der AEG besteht zur Zeit nicht die Absicht, das Kapital zu erhöhen. Der Anteil der General Electric am Aktienkapital der AEG wurde mit etwa 10 vH beziffert. Der Abschluß für 1959/60 (30. September) mit 14 vH Dividende wurde einstimmig genehmigt. V. D.