Die Elbschloß-Brauerei, Hamburg, die im vergangenen Jahr ihr Kapital durch Ausgabe von Berichtigungsaktien um 1 auf 5 Mill. DM erhöht hat, schüttete für 1959/60 (30. September) eine Dividende von 14 vH aus. Für 1958/59 gab es 12 plus 2 vH. Trotz des gleichgebliebenen Ausschüttungssatzes erhalten die Aktionäre also mehr. Ob 14 vH schon das letzte Wort oder ob noch weitere Steigerungen möglich sind, wird in Aktionärskreisen eifrig diskutiert. Anlaß sind die Ausführungen, die von Vorstand und Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung gemacht worden sind.

Daraus geht nämlich hervor, daß die Elbschloß-Brauerei nunmehr ihre Betriebsstätten und ihre Vertriebseinrichtungen auf den modernsten Stand gebracht hat. Schon im Berichtsjahr wurden die Investitionen, die immerhin 4,5 Mill. DM (davon 3,7 Mill. abgeschrieben) ausmachten, überwiegend zu Rationalisierungen und zur Schaffung von Reservekapazitäten für das Stoßgeschäft verwandt. Kapazitätsausweitungen wurden kaum noch vorgenommen. Die Brauerei hat den Aufbau nach dem Krieg aus eigener Kraft geschafft. Die Anlagezugänge betrugen seit der Währungsreform 27,2 Mill. DM, davon abgeschrieben 23 Mill. DM. Wenn nun die Investitionen in alter Höhe fortfallen, was macht man dann mit den Gewinnen? Sicherlich, die Rücklagen (1 Mill. DM) vertragen eine langsame Wiederauffüllung. Aber das braucht ja nicht in zwei bis drei Jahren geschehen.

Andererseits wird man berücksichtigen müssen, daß bei gleichbleibendem Bierpreis die Erträge ständig durch die steigenden Kosten in Mitleidenschaft gezogen werden. Ein Ausgleich über weitere wesentliche Bierausstoßsteigerungen erscheint der Verwaltung als fraglich. Hinzu kommt, daß der Vertrieb alkoholfreier Getränke im Hamburger Raum schwieriger werden wird, weil die Konkurrenzbrauereien sich ebenfalls in dieses Geschäft eingeschaltet haben.

Auf Anfrage in der Hauptversammlung wurde mitgeteilt, daß der Bierausstoß im Berichtsjahr zwischen 200 000 und 300 000 Hektoliter lag. Umsatzzahlen wurden nicht bekanntgegeben. Darauf müssen die Aktionäre bis zum nächsten Jahr warten. Das laufende Geschäftsjahr ist bislang befriedigend verlaufen, so daß wieder mit einem „befriedigenden“ Ergebnis gerechnet werden kann. K. W.

Die diesjährige Hauptversammlung der Preußische Bergwerks- und Hütten-AG (Preussag) findet am 21. Juni wie in den früheren Jahren in der Niedersachsenhalle in Hannover statt. Mit der frühen Bekanntgabe des Termins will die Preussag-Verwaltung möglichst vielen Aktionären Gelegenheit geben, sich rechtzeitig auf die Versammlung vorzubereiten. Dem gleichen Zweck wird eine Sonderausgabe des „Preussag-Aktionärs“, der Zeitschrift für die rd. 200 000 Aktionäre der Gesellschaft, dienen. In der Sonderausgabe soll den Aktionären vor allem die Tagesordnung der Hauptversammlung erläutert werden.