Der Teufel spielte Balalaika (Bundesrepublik). Man sollte sich durch den irreführenden Titel nicht gleich abschrecken lassen. Der Film schildert die Atmosphäre eines vergessenen sibirischen Kriegsgefangenenlagers überzeugend. Der Versuch, die Versöhnung zwischen den Siegern und Besiegten von einst anzubahnen, wird mit sauberen Mitteln betrieben. Regie: Leopold Lahola.

Samstagnacht und Sonntagmorgen ("Saturday Night and Sunday Morning", England). Der mehrfach ausgezeichnete Film schildert die gut verdienende Jugend, die ans Ende jeder inhaltlosen Arbeitswoche ein Weekend mit Schnaps, Liebe, Schlägereien setzt. Einen solchen Helden des Wochenendes spielt der fünfundzwanzigährige, überaus begabte Albert Finney. Der Drehbuchautor Alan Sillitoe schließt die Geschichte mit einem Pseudo-Happy-End.

Rom, offene Stadt ("Roma, città aperta", Italien). Eine italienische Chronik des zivilen Widerstandes gegen die Deutschen, in den letzten Kriegstagen nach der Befreiung Roms gedreht. Es ist der erste "neoveristische Film" Roberto Rossellinis.

Es begann in Neapel (USA). Clark Gable in einer seiner letzten Rollen mit Sophia Loren, die sich um große Kunst bemüht, und Vittorio de Sica. Neapel ist hier einmal nicht versüßlicht, sondern ironisch als lärmende, geldgierige Touristenfalle geschildert.